Zug: Parlament für Langzeitgymnasium

CVP-Vorstoss zur Abschaffung scheiterte knapp

Hier tagt das Zuger Kantonsparlament

Die Schüler im Kanton Zug sollen weiterhin ein Langzeit-Gymnasium besuchen können. Dies trotz des herrschenden Spardrucks. Das Kantonsparlament hat sich knapp gegen einen Vorstoss von Seiten CVP ausgesprochen, welche die Abschaffung des Langzeit-Gymnasiums forderte. Der Entscheid fiel mit 34 zu 32 Stimmen.

Ein Sekundarschüler ist günstiger als ein Gymischüler. Dies war der Hauptgrund, weshalb die CVP den Vorstoss eingereicht hatte. Mit der Abschaffung des Langzeit-Gymnasiums oder zumindest einer Zugangsbeschränkung könnte der Kanton viel Geld sparen.

Zahlreiche Parlamentarier teilten zwar diese Ansichten, wollten den Kindern diesen Bildungsweg aber nicht verbauen und schickten den Vorstoss bachab. Talentierte Jugendliche müssten diesen Weg weiter beschreiten können. Daniel Stadlin von den Grünliberalen warnte in der Ratsdebatte davor, das Langzeitgymnasium und die Sekundarschule gegeneinander auszupielen. Es brauche beide Angebote.

Der Kanton Zug hat verglichen mit anderen Zentralschweizer Kantonen einen hohen Anteil an Schülern, die nach der 6. Klasse direkt ins Gymi gehen. Die Quote beträgt mittlerweile über 20 Prozent. Im Kanton Luzern liegt sie bei knapp 19 Prozent.