Uri: 700 Seiten neue Akten im Fall Walker

Hauptbelastungszeuge soll Drogenhändler gewesen sein

Der Tatort in Erstfeld vor der Schuss-Rekonstruktion Das Telldenkmal in Altdorf.

Im Fall des Urner Barbetreibers Ignaz Walker hat die Sendung „Rundschau“ des Schweizer Fernsehens gestern neue Vorwürfe an die Justiz im Kanton Uri gemacht.

700 Seiten neue Akten sollen beweisen, dass der holländische Hauptbelastungszeuge im Fall Walker ein Drogenhändler gewesen sein soll. Die Polizei habe beim Holländer 8 Kilogramm Amphetamin und mehrere Handy sichergestellt, berichtet die „Rundschau“.

Trotz diesen Fakten habe die Staatsanwaltschaft Uri aber das Verfahren gegen den holländischen Hauptbelastungszeugen ein Jahr später eingestellt. Inzwischen ist der Mann gestorben. Ob nach diesen Erkenntnissen die Aussagen des Hauptbelastungszeugen gegen Walker überhaupt noch verwertbar sind, sei fraglich, glaubt die "Rundschau".

Prozess geht bald weiter

Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei Uri wollten gegenüber der "Rundschau" keine Stellung nehmen. Die Berufungsverhandlung im Fall Ignaz Walker wird am 22. Februar im Parlamentssaal in Altdorf wieder aufgenommen.