Innovation: Die Zentralschweiz spielt eine wichtige Rolle

Keine Swatch-Uhr ohne Hilfe aus der Zentralschweiz

Alois Jenny, CEO Jenny Sience AG Bruno Imhof, Geschäftsführer ITZ Innovations Transfer Zentralschweiz

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  1. Kreative Köpfe aus dem Pilatusland. Audio: Yanik Porbst

Jedes Jahr ein neues Smartphone oder Autos, die ohne Fahrer über die Strassen rollen. Das Leben wird immer schneller und einfacher. Heute braucht keiner mehr ein Lexikon, schliesslich gibt es Wikipedia. Für diese Entwicklung braucht es viele kreative Köpfe in der Wirtschaft, welche solche Innovationen vorantreiben. Auch bei uns in der Zentralschweiz.

Im Pilatusland kennt man etwa die Pilatus Flugzeugwerke, welche immer wieder neue Flugzeuge entwickeln, oder Schindler Aufzüge in Ebikon, wo ständig neue Lifte desingt werden. Aber es gibt noch viel mehr innovative Firmen in der Zentralschweiz. Die Innovativsten werden dabei jeweils von der Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz IHZ mit dem Zentralschweizer Innovationspreis ausgezeichnet.

Im vergangenen Jahr ging dieser Preis an die Firma Jenny Sience AG in Rain. Das Familien-Unternehmen von Geschäftsführer Alois Jenny stellt Linear-Motore her. Diese funktionieren nach dem Prinzip einer Magnetschwebebahn. Heisst: Eine Platte fährt innerhalb von einem Gehäuse hin und her, entweder vertikal oder horizontal. Was zunächst lustig aber nicht sonderlich nützlich klingt, wird von zahlreichen Produktionsfirmen genutzt.

Beispielsweise hat der Uhren-Hersteller Swatch hat die kleinen Motoren in seinen Produktionsanlagen. Damit werden beispielsweise Zifferblätter oder Zeiger in die Uhren eingesetzt. Für den Innovationspreis hätte das alleine aber noch nicht gereicht. Die Linear-Motoren von Jenny Sience können noch mehr. Sie merken beispielsweise von selbst, wenn ein Zifferblatt verbogen ist oder gar kein Uhrengehäuse darunter liegt um es einzusetzten. Eine einzigartige Entwicklung weltweit, welche das Team von Alois Jenny geschaffen hat. 

Ohne Innovation geht heute nichts mehr

Bruno Imhof ist Geschäftsführer des Innovations Transfer Zentralschweiz ITZ. Sein Verein unterstützt seit geraumer Zeit Innovationen im ganzen Pilatusland. Für Bruno Imhof ist klar: Ein Unternehmen braucht heute Innovation um zu überleben. Ohne die kreativen Köpfe geht nichts.

Als Beispiel nennt Bruno Imhof den Franken-Schock im vergangenen Jahr. Damals hätte sich gezeigt, dass Unternehmen, welche neue Produkte und Ideen in der Pipeline hatten, am Ende des Jahres besser dastanden und die Verluste abfedern konnten oder zum Teil gar keine verkraften mussten. Innovativ könne zudem jeder sein, ob finanzstark oder nicht. Das wichtigste sei dabei die Leidenschaft und die Vision.

10'000 Franken für den Zentralschweizer Innovationspreis

Um die Innovation in der Zentralschweiz zu honorieren vergibt die Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz jedes Jahr den Zentralschweizer Innovationspreis. Sie würdigt mit dieser Auszeichnung jedes Jahr herausragende Leistungen bei der Gestaltung und Entwicklung innovativer, technologieorientierter oder wissensbasierter Produkte, Verfahren sowie Dienstleistungen. 

Der Preis ist mit CHF 10'000 dotiert und bietet die Möglichkeit, die Leistungen eines Unternehmens einem grösseren Publikum zu präsentieren und den Ruf der Firma als innovatives Unternehmen im Wirtschaftsraum Zentralschweiz zu unterstreichen. In diesem Jahr wird der Preis bereits zum 30. Mal vergeben. Weitere Informationen zum Preis und zur Anmeldung gibt es hier.