Am Gotthard gehen die Meinungen auseinander

Die zweite Röhre ist höchst umstritten

Bauarbeiten im NEAT-Basistunnel: Einen neuen Tunnel soll auch die Strasse erhalten.

Am 28. Februar entscheidet das Schweizer Stimmvolk über den Bau der zweiten Röhre. Wird diese gebaut, fliesst der Verkehr während der Sanierung durch die zweite Röhre. Anschliessend soll in beiden Tunnelröhren nur je eine Fahrspur zur Verfügung stehen.​ Trotzdem befürchten die Gegner eine Zunahme des Verkehrs.

Der Gotthard-Strassentunnel muss in rund 10 Jahren umfassend saniert werden. Mit Botschaft vom 13. September 2013 beantragte der Bundesrat deshalb dem Parlament, das Bundesgesetz über den Strassentransitverkehr im Alpengebiet so zu ändern, dass eine zweite Tunnelröhre gebaut werden kann. Mit der Gesetzesänderung soll sichergestellt werden, dass dem Verkehr auch nach der Sanierung des bestehenden Tunnels stets nur eine Fahrspur pro Richtung zur Verfügung stehen wird. Damit soll der Alpenschutz gewahrt werden.

Daran glauben die Gegner der zweiten Röhre aber nicht. Sie befürchten, dass der Verkehr zunimmt und der Bund den Verkehr vierspurig durch den Gotthardstrassentunnel fahren lassen werde. Verkehrsministerin Doris Leuthard behauptet dagegen, dass auch bei zwei Gotthardröhren ein vierspuriger Betrieb kein Thema ist. Dies verbiete nämlich die Bundesverfassung. 

Bundesrat und Parlament empfehlen die Gesetzesänderung zur Annahme. Die Abstimmung ist am 28. Februar ab.

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  1. Am Gotthard gehen die Meinungen auseinander. Audio: Matthias Strasser