Wohnbaupolitik: Stadt Luzern im Rückstand

Beim gemeinnützigen Wohnungsbau hat die Stadt noch viel zu tun

Die neuen Genossenschafts-Wohnungen der ABL im Weinbergli

Zahlbarer Wohnraum ist in der Stadt Luzern Mangelware. Das liegt nicht alleine am Markt. Beim gemeinnützigen Wohnungsbau liegt die Stadt Luzern hinter den gesteckten Ziele zurück.

100 neue Wohnungen pro Jahr – die Stadt Luzern will beim gemeinnützigen Wohnungsbau vorwärts machen. Bis ins Jahr 2037 soll der Anteil der gemeinnützigen Wohnungen gemessen am gesamten Wohnungsbestand auf 16 Prozent erhöht werden. So lautet das Ziel der städtischen Wohnraumpolitik. Zwei Jahre nach Festlegung des Fahrplans wollten nun drei Stadtparlamentarier seitens FDP, SP und Grüne von der Stadtregierung wissen, ob dieser Fahrplan eingehalten werden kann.

Zusammenarbeit verstärkt

In den vergangenen beiden Jahren seien schon rund 150 neue gemeinnützige Wohnungen entstanden, schreibt die Luzerner Stadtregierung in der Antwort auf den Vorstoss aus dem Stadtparlament. Damit liegt die Stadt Luzern aber noch weit hinter den gesteckten Zielen zurück. "Wir sind uns bewusst, dass es sich um anspruchsvolles Ziel handelt", meinte Baudirektorin Manuela Jost auf Anfrage von Radio Pilatus.

Man sei auf eine gute Zusammenarbeit mit Wohnbaugenossennschaften und Liegenschaftsbesitzer angewiesen, so Jost weiter. Diesbezüglich hätte man schon Teilerfolge erzielt. So sei bei den Arealen Industriestrasse und obere Bernstrasse die Vergabe ageschlossen. Die gemeinnützigen Wohnungen würden nun durch Wohnbaugenossenschaften realisiert.

Stadt klärt Potenziale ab

Laut eigener Zielsetzung  muss es in der Stadt Luzern bis ins Jahr 2037 rund 2‘300 zusätzliche gemeinnützige Wohnungen geben. Dazu muss die Stadt Luzern auf eigenen Grundstücken rund 1‘000 neue gemeinnützige Wohnungen bauen, so zum Beispiel an der oberen Bernstrasse und an der Eichwaldstrasse. Weitere Standorte, darunter auch die städtischen Areale Längweiher 3, Rönnimoos und Vorderruopigen, werden derzeit in Machbarkeitsstudien überprüft.