Noch kein Entscheid bei Nidwaldner Regierungsratswahlen

Beste Chancen hat der CVP-Kandidat Josef Niederberger

Josef Niederberger-Streule hat die besten Chancen für den zweiten Wahlgang.

In Nidwalden ist bei der Regierungsersatzwahl erwartungsgemäss im ersten Wahlgang noch kein Nachfolger von Hans Wicki (FDP) gewählt worden. Am besten abgeschnitten hat klar der Kandidat der CVP, vor denen der SVP, der FDP und der Grünen. Der 59-jährige alt Landrat und Unternehmer Josef Niederberger (CVP) kam bei einem absoluten Mehr von 10'083 Stimmen auf 6'050 Stimmen. Damit stimmten genau 30 Prozent der Wähler für den CVP-Kandidaten. Auf dem zweiten Platz landete der 50-jährige Landrat und Landwirt Walter Odermatt (SVP) aus Stans mit 5'394 Stimmen.

Schlechte Chancen für FDP

Damit haben sich für die FDP die Chancen verschlechtert, ihren dritten Sitz in der Nidwaldner Regierung verteidigen zu können. Ihr Kandidat, der 56-jährigen Landrat und Wirt Sepp Durrer aus Wolfenschiessen, erhielt 4'341 Stimmens. Auf dem vierten Platz landete der 56-jährige Landratspräsident Conrad Wagner von den Grünen. Mit der kleinsten Hausmacht im Rücken kam er auf 3944 Stimmen. Er erreicht knapp 20 Prozent der Wähler.  Die Wahlbeteiligung betrug 69,01 Prozent.

Zweiter Wahlgang am 10. April

Ein zweiter Wahlgang war erwartet worden. Dieser ist für den 10. April terminiert. Anmeldeschluss ist am Freitagabend. Sicher wieder antreten wird CVP-Kandidat Niederberger. Er befinde sich in einer guten Ausgangslage, sagte CVP-Präsidentin Therese Rotzer. Die anderen Parteien werden in den nächsten Tagen über eine Kandidatur für den zweiten Wahlgang entscheiden. Während SVP und FDP zufrieden sind mit dem Wahlausgang, zeigten sich die Grünen mit dem vierten Platz enttäuscht. Er könne sich nicht erklären, wieso er nicht mehr Stimmen gemacht habe, sagte Wagner. Rein rechnerisch würde der Linken in Nidwalden einen Sitz in der siebenköpfigen Regierung zustehen. Von einer auf die Parteistärken basierenden Zauberfomel konnten die Grünen die Wähler aber nicht überzeugen.

Ersatzwahl nach Wickis Rücktritt

Die Ersatzwahl wurde nötig, weil Wicki nach seiner Wahl in den Ständerat Mitte 2016 sein Regierungsamt vorzeitig abgibt. Die FDP ist mit drei Mandaten in der Regierung übervertreten. SVP und CVP habe je zwei Sitze, die Grünen sind seit sechs Jahren nicht mehr in der Regierung. Neben dem ausscheidenden Wicki (FDP) gehören dem Regierungsrat ferner Yvonne von Deschwanden (FDP), Alfred Bossard (FDP), Karin Kayser (CVP), Othmar Filliger (CVP), Res Schmid (SVP) und Ueli Amstad (SVP) an.

Die offiziellen Resultate.