Obwaldner Parlament will Erbschaftssteuern abschaffen

Es hofft, dass damit mehr Reiche in den Kanton ziehen und so die Steuereinnahmen steigen.

Im Kanton Obwalden soll ab dem nächsten Jahr niemand mehr Erbschafts- und Schenkungssteuern zahlen müssen. Das Kantonsparlament hat sich deutlich hinter die Abschaffung gestellt. Es hofft, dass damit mehr Reiche in den Kanton ziehen und so die Steuereinnahmen steigen.

Obwalden verzichtet bereits heute Obwalden bei Erbschaften und Schenkungen im engeren Familienkreis auf eine Erbschaftssteuer. Nun soll diese im Sinn einer Gleichbehandlung auch bei Onkeln, Tanten, Neffen, Nichten und Dritten abgeschafft werden. Die Revision bedeutet Entlastungen für die Steuerzahler von total über einer Million Franken. Das Parlament muss in einer Schlussabstimmung an einer weiteren Sitzung nochmals darüber entscheiden. Das letzte Wort hat dann das Obwaldner Stimmvolk.

In der Schweiz kennt einzig der Kanton Schwyz keine Erbschafts- und Schenkungssteuern. Die direkten Nachkommen müssen jedoch nur in den Kantonen Appenzell Innerrhoden, Waadt, Neuenburg und teilweise in Luzern Erbschaftssteuern zahlen, in den anderen 22 Kantonen nicht.