Autofahrer wird fürs Rechtsüberholen nicht bestraft

Das Bundesgericht entscheidet zugunsten des Fahrzeuglenkers

Das Bundesgericht hat einen Autofahrer vom Vorwurf des Rechtsüberholens freigesprochen. Der Mann war auf der Autobahn unterwegs, wechselte von der Überholspur auf die Normalspur und fuhr rechts am Verkehr vorbei. Das oberste Gericht der Schweiz kam zum Schluss, dass dieses Manöver legal war.

Weil der Kolonnenverkehr auf der Autobahn A1 auf der Überholspur immer langsamer wurde, wechselte der Autofahrer auf die Normalspur. Dort fuhr er mit 90 Stundenkilometern weiter und war damit schneller als die Fahrzeuge auf der linken Spur. Das Berner Obergericht hatte den Mann wegen diesem Vergehen vergangenes Jahr wegen schwerer Verkehrsverletzung gebüsst. 

Das Bundesgericht hat den Autofahrer vom Vorwurf des Rechtsüberholens nun aber freigesprochen. Es begründet seinen Entscheid damit, dass beim Rechtsvorbeifahren ein Fahrzeug nicht plötzlich und unvermittelt auftaucht, sondern sich dieses mit konstanter Geschwindigkeit bewegt. Daher könne man es nichts mit dem Rechtsüberholen vergleichen. Das absichtliche Rechtsüberholen bleibt aber nach wie vor verboten.