Weiterhin Französisch und Englisch in der Primarschule

Zentralschweizer Schüler schneiden allerdings im Französisch schlecht ab

Wissensdurst in der Schule (Symbolbild)

Die Zentralschweizer Schüler sind im Französisch ungenügend. Das zeigt eine neue Studie, die im Auftrag der Zentralschweizer Bildungsdirektoren-Konferenz durchgeführt wurde. Trotzdem soll an den Zentralschweizer Primarschulen weiterhin zuerst Englisch und erst später Französisch unterrichtet werden.

Die Zentralschweizer Bildungsdirektoren wollen am Frühenglisch und am Frühfranzösisch festhalten. Dies trotz schlechten Lernerfolgen im Französisch, wie ein Leistungstest bei gut 3'700 Schüler aus der Zentralschweiz zeigte. Das teilte die Bildungsdirektoren-Konferenz der Zentralschweiz an einer Medienkonferenz mit. "Mit den Lernerfolgen im Französisch sind wir nicht zufrieden", bestätigte Beat Jörg, Urner Bildungsdirektor und Präsident der Zentralschweizer Bildungsdirektoren-Konferenz.

Die Bildungsdirektorenkonferenz will nun die Leistungen der Schüler im Französisch verbessern. Mit welchen Massnahmen, ist noch unklar. Für vertiefte Abklärungen setzen die Bildungsdirektoren nun eine Arbeitsgruppe ein.

Umstrittenes Frühfranzösisch

Hintergrund der Untersuchung ist die Diskussion über den Fremdsprachenunterricht in der Primarschule. Aufgrund verschiedener politischer Vorstösse in den Kantonen und fehlender Daten zu den Lernerfolgen der Schüler, wurde die gemeinsame Untersuchung des Fremdsprachenunterrichts in der Zentralschweiz beschlossen.

Befragt wurden rund 3'700 Schülerinnen und Schüler aus allen Zentralschweizer Kantonen. Die von der Universität Fribourg durchgeführte Studie kostete rund 400'000 Franken. Die Kosten teilen sich die sechs Kantone Luzern, Obwalden, Nidwalden, Uri, Schwyz und Zug.

Audiofiles

  1. Anzahl Fremdsprachen in der Primarschule bleibt umstritten. Audio: David von Moos