Uri: SVP scheidet aus Kantonsregierung

FDP holt sich einen dritten Sitz und SP kann ihren Sitz verteidigen

Regierungsgebäude des Kantons Uri in Altdorf

Der zweite Wahlgang für die neue Urner Kantonsregierung bringt der FDP den erhofften dritten Sitz. Die SP bleibt wie bisher mit einem Mandat vertreten. Dafür verliert die SVP ihren Sitz in der Urner Kantonsregierung.

Bei den Nachwahlen für die siebenköpfige Urner Kantonsregierung vom 10. April 2016 holt sich die FDP einen dritten Sitz. Ihr Kandidat, der 39-jährige Urs Janett, Gemeinderat von Altdorf und Generalsekretär des Bundesverwaltungsgerichts in St. Gallen, übertraf das realtive Mehr mit 7'248 erzielten Stimmen deutlich.

Die SP kann ihren Sitz mit Dimitri Moretti verteidigen. Der 43-jährige Erstfelder Landrat und Lehrer erreichte 4'994 Stimmen.

Die SVP scheidet nach nur sechs Jahren aus der Urner Kantonsregierung. Kandidatin Petra Simmen, die 47-jährige Fraktionschefin und Drogistin aus Altdorf, erzielte mit 4'593 Stimmen das schlechteste Resultat.

Die Stimmbeteiligung lag bei 40,9 Prozent. Details zum zweiten Wahlgang gibt es hier.

Erster Wahlgang endete spannend

Nach dem ersten Wahlgang waren in Uri erst fünf der sieben Regierungsratssitze besetzt. Problemlos schafften die Wiederwahl die vier Bisherigen. Neu gewählt wurde der wilde FDP-Kandidat Roger Nager. Die SP konnte ihren Sitz nicht auf Anhieb verteidigen.

Nach der ersten Runde rangierte an der Spitze Beat Jörg von der CVP. Der Bildungs-und Kulturdirektor erhielt 11'138 Stimmen und übertraf das absolute Mehr von 7630 Stimmen eindeutig. Am zweitmeisten Stimmen (10'424) erzielte Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind (CVP). Ihm folgte Justizdirektorin Heidi Z'graggen von der CVP mit 9847 Stimmen. Die Wiederwahl schaffte auch Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektorin Barbara Bär von der FDP. Sie erhielt 8497 Stimmen. Dem von der FDP nicht offiziell nominierten Andermatter Gemeindepräsident Roger Nager glückte eine dicke Überraschung. Er wurde mit 7841 Stimmen als einziger Neuling schon im ersten Wahlgang in die Regierung gewählt.

Zitterpartie für SVP und SP

Im ersten Wahlgang verfehlte Urs Janett von der FDP die Wahl in die Regierung nur knapp. Er kam auf 7094 Stimmen und verpasste das absolute Mehr um 536 Stimmen. Etwas weiter zurück lag Toni Epp (FDP, 6317 Stimmen). Die SP schaffte es nicht auf Anhieb, ihren Sitz und den noch einzigen verbleibenden SP-Regierungssitz in der Zentralschweiz zu verteidigen. Ihr Kandidat Dimitri Moretti erhielt 6067 Stimmen. Abgeschlagen zurück lagen die beiden SVP-Kandidaten Petra Simmen mit 5439 Stimmen und Alois Arnold mit 3910 Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 61,8 Prozent.

Die offiziellen Resultate des ersten Wahlgangs

Audiofiles

  1. FDP und SP drängen SVP aus der Urner Kantonsregierung. Audio: David von Moos