Mittelalterliches Flair für die Luzerner Kleinstadt

Sanierungen bei der Kanalisation sollen genutzt werden für Oberflächenbauarbeiten

Die Luzerner Kleinstadt soll aufgewertet werden Die Luzerner Kleinstadt soll aufgewertet werden Die Luzerner Kleinstadt soll aufgewertet werden

2 in 1 - dieses Vorgehen wählt die Stadt Luzern bei der Sanierung der Kleinstadt rund um die Burgerstrasse. Vor über 100 Jahren wurde der damalige Krienbach überdeckt. Seitdem fliesst dieser unterirdisch durch das Quartier und dient als Kanalisation. Nun muss diese dringend saniert werden. Die Stadt Luzern will die Bauarbeiten nutzen und gleich die Oberfläche neu gestalten, eben 2 in 1.

Es soll quasi wieder zurück ins Mittelalter gehen, zumindest optisch. Die bestehenden Strassen und Trottoirs werden entfernt und alles mit Pflastersteinen ausgelegt. Damit knüpft man optisch an das bekannte Altstadt-Flair an und erinnert an die mittelalterliche Zeit. Die Zone soll zur Begegnungszone werden, zum Verweilen und auch Einkaufen einladen. Insgesamt kosten die Arbeiten, die ab dem nächsten Winter bis Mitte 2018 durchgeführt werden sollen, 11,6 Millionen Franken. 4,7 Millionen Franken entfallen auf das Teilprojekt Oberflächengestaltung. Davon beantragt die Luzerner Stadtregierung beim Stadtparlament nun einen Kredit über 4,4 Millionen Franken. Über diesen Kredit diskutiert das Parlament im Mai.

Pflastersteine aus Obwalden
Vorgesehen ist, die Strassen einheitlich mit Natursteinen zu pflastern. Zum Einsatz kommen soll Quarzsandstein aus Alpnach OW. Die Strassenoberfläche soll trotz der Pflastersteine so plan sein, dass die Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes eingehalten werden. Die Trottoirs werden aufgehoben. Das Oberflächenwasser soll über Rinnen abgeleitet werden, die auch den Fussgängerbereich von der Fahrbahn optisch trennen. Die Rinnen sollen Sehbehinderten als taktile Orientierungshilfe dienen können.

Kleinstadt soll zur Begegnungszone werden
Der Stadtrat plant, die Strassen der Kleinstadt in eine Begegnungszone umzuwandeln. Autos und Velos dürfen in diesen höchstens mit Tempo 20 fahren, Fussgänger haben Vortritt. Die Zahl der Parkplätze bleibt unverändert, die Zahl der Veloabstellplätze wird erhöht. Angepasst werden sollen ferner die Beleuchtung. Die Orte, wo einst das Burgertor und das Kriensertor standen, sollen sichtbar gemacht werden.

Audiofiles

  1. Luzerner Kleinstadt soll mittelalterliches Altstadt-Flair erhalten. Audio: Philipp Breit