Kriens: Fahrende dürfen vorerst bleiben

Schweizer Fahrende können Parkplatz im Schlund bis zum Luga-Start nutzen

Der Parkplatz beim Krienser Schlund. Der Parkplatz beim Krienser Schlund.

Die Fahrenden im Krienser Schlund dürfen vorerst bleiben. Wie Stadt und Kanton Luzern sowie die Gemeinde Kriens mitgeteilt haben, können die Fahrenden bis zum Beginn der LUGA im Schlund bleiben. 

Die Stadt Luzern als Besitzerin des betroffenen Grundstücks duldet vorläufig das provisorische Lager. "Wir haben uns mit Vertretern der Fahrenden getroffen und suchen gemeinsam nach einem anderen, besser geeigneten Standort", sagte der städtische Sicherheitsdirektor Adrian Borgula auf Anfrage von Radio Pilatus. Bis spätestens zum Luga-Start dürfen die Fahrenden deshalb auf der Wiese an der Ringstrasse beim Schlund-Kreisel bleiben. Dann wird die Fläche als Parkplatz für die Luga benötigt. 

Zwangsräumung wird nicht in Erwägung gezogen

Eine Zwangsräumung wird laut Borgula nicht in Erwägung gezogen. "Wir verstehen die Anliegen der Fahrenden", so Borgula . Man suche nun zusammen nach Lösungen. Die Bewegung der Schweizer Fahrenden verlangt von Stadt und Kanton Luzern mehr Stand- und Durchgangsplätze. Gemäss Borgula gebe es in der Stadt Luzern zwar ein solches Angebot. Der Platz im Gebiet Ibach sei den Fahrenden aber zu klein. Sie würden mindestens eine Fläche von rund 2'000 Quadratmeter benötigen.

Im Schlund in Kriens schlugen vorgestern die Fahrende aus verschiedenen Teilen der Schweiz ihr Lager auf. Laut der Luzerner Polizei stehen rund 40 Wohnwagen auf dem Platz. Für die Kosten der provisorischen Lagerinfrastruktur kommen die Fahrenden selbst auf. Provisorische Sanitäranlagen, Wasser und Strom seien für die Fahrenden organisiert worden, hiess es bei den Behörden. 

Vor zwei Jahren wurden zahlreiche Fahrende in Bern von der Polizei vertrieben, nachdem diese auf der kleinen Allmend ein Protestcamp aufgebaut hatten.