Luzern: Fehler im Sozialsystem weiter korrigieren

Parlament nahm zustimmend Kenntnis vom Wirkungsbericht

Hilfsbedürftige werden genau unter die Lupe genommen. Wohnungsangebot in der Stadt Luzern ist beschränkt

Der Kanton Luzern versucht seit einigen Jahren, verschiedene Fehler im Sozialsystem zu korrigieren. Grundsätzliches Ziel ist es, dass sich das Arbeiten lohnt.

Noch immer gibt es im Kanton Luzern Familien, die von der Sozialhilfe besser leben als mit normaler Erwerbsarbeit. Doch die Situation hat sich gebessert. Das Kantonsparlament Luzern nahm von einem entsprechenden Wirkungsbericht zustimmend Kenntnis.

Linke möchte weitere Massnahmen

Nicht alle waren mit dem Bericht zufrieden. SP und Grüne kritisierten, dass der Kanton aus finanziellen Gründen auf einige wirksame Massnahmen verzichtet, welche vielen Haushalten ein Abgleiten in die Sozialhilfe ersparen würde. Dazu gehören für die Linken sozialer Wohnungsbau, Verbesserungen bei den Prämienverbilligungen oder auch eine Alimentebevorschussung für alleinerziehende Frauen, wenn der geschiedene Ehemann nicht bezahlt. 

SVP möchte auch tiefere Sozialhilfe thematisieren

Die SVP dagegen wies darauf hin, dass der sogenannte Schwelleneffekt immer auch eine Frage davon sei, wie hoch die Sozialhilfe ist. Man könnte deshalb einfach auch die Unterstützungsmassnahmen herunterfahren, um den Schwelleneffekt zu verhindern. Solche Massnahmen vermisste die SVP im Bericht. 

Audiofiles

  1. Arbeit im Kanton Luzern soll sich lohnen.. Audio: Urs Schlatter, Radio Pilatus AG