Kantonsparlament diskutiert "Salle modulable"

Regierung musste vier dringliche Vorstösse beantworten

Volumenstudie am Standort Inseli Mögliche Innenansicht Grosse Bühne
im Neuen Theater Luzern / Salle Modulable:
Offene Flachbodenanordnung
mit mehreren Bühnen Fotomontage Volumen Neues Theater
Luzern / Salle Modulable am Standort
Inseli Mögliche Innenansicht Grosse Bühne
im Neuen Theater Luzern / Salle Modulable:
Klassische Theateranordnung

Im Kanton Luzern braucht es für das geplante Musiktheater „Salle modulable“ noch viel Überzeugungsarbeit. Dies ist das Fazit einer Diskussion im Luzerner Kantonsparlament. Die Parteien stellten kritische Fragen, unter anderem zum Standort und den Betriebskosten der „Salle modulable“ und auch zur Zukunft des bestehenden Luzerner Theaters.

Zwar sehen fast alle Parteien die Chancen des Millionen-Projektes. Doch Kritik bleibt. Anlass für die Diskussion im Kantonsparlament waren vier dringlich eingereichte Vorstösse zu dem in der Stadt Luzern auf dem Inseli beim KKL geplanten Theaterbau. In den Vorstössen forderten die Parteien von der Regierung genauere Informationen etwa zu den Kosten, dem Betriebskonzept und den Auswirkungen auf die Kulturszene. 

"Das Szenario Übungsabbruch denken"

Ludwig Peyer von der CVP hegte erhebliche Zweifel am Projekt. Vielleicht sei das Projekt eine Nummer zu gross für Luzern, sagte er: "Da braucht es von den Verantwortlichen auch den Mut, das Szenario eines Übungsabbruchs zu denken." Eine Schenkung sei ein zweiseitiges Rechtsgeschäft, eine Schenkung könne man auch ablehnen, meinte Peyer mit Blick auf die 80 Millionen des Mäzen Christof Engelhorn. 

Andreas Moser von der FDP wies darauf hin, dass es noch viele offene Fragen gebe. Zwar sei das Projekt eine Chance, aber alle Beteiligten hätten eigene Bedingungen. "Man muss einem geschenkten Gaul auch ins Maul schauen", so Moser. 

Mögliche Volksabstimmung im Kanton erst 2019

Die Regierung gab bekannt, dass eine mögliche Volksabstimmung zum Projekt nun erst im Mai 2019 stattfinden würde. Dies habe man mit der Stiftung „Salle modulable“ so abgesprochen. Zuvor muss aber sowieso das städtische Stimmvolk über den Standort entscheiden. Scheitert diese Abstimmung, dürfte dies auch das Ende der Pläne zur "Salle modulable" sein. 

 

Audiofiles

  1. Luzerner Kantonsparlament: Diskussionen um die Salle modulable. Audio: Urs Schlatter