Krankenkassen kämpfen vermehrt gegen den Betrug

Pro Jahr werden Betrüge in der Höhe von insgesamt zwischen 3 und 5 Millionen Franken aufgedeckt

Versicherte versuchen immer wieder, von Krankenkassen Leistungen einzufordern die ihnen eigentlich gar nicht zustehen. Aufgrunddessen setzen die Krankenkassen vermehrt auf spezialisierte Teams, um die Missbräuche aufzudecken, berichtet der Tagesanzeiger. Diese Teams überprüfen beispielsweise gefälschte Arztrechnungen oder überprüfen, ob hinter einem Notfall im Ausland eine Brustvergrösserung steckt. So auch die Luzerner Krankenkasse CSS. Dort arbeiten 4 Personen in der Betrugsbekämpfung.Sie bearbeiten pro Jahr bis zu 400 Missbrauchs- und Betrugsfälle, dabei wurden in den letzten Jahren zwischen 3 und 3,5 Millionen Franken eingespart. Ähnlich sieht es auch bei der SWICA aus. Bei der Helsana werden die aufgedeckten Fälle in der Höhe von 5 Millionen Franken angegeben. Zahlen für die ganze Schweiz gibt es nicht. Der Krankenversicherungsverband Santésuisse geht aber davon aus,  dass rund 3 Prozent der geprüften Rechnungen gefälscht sind.