Volk will kein bedingungsloses Grundeinkommen

Kein Kanton für das bedingungslose Grundeinkommen

Es war zu erwarten: Alle Kantone haben die Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen sehr deutlich abgelehnt. Die Vorlage ist damit am Ständemehr gescheitert. Dass die Initiative einen schweren Stand haben würde, war von Beginn weg klar. Den Initianten ging es in erster Linie darum, eine Diskussion zu lancieren. Viele Berufe würden in Zukunft von Robotern ausgeführt, so die Initianten. Es gäbe bald nicht mehr genug Arbeit für alle. 

Die Gegner argumentierten, dass ein Grundeinkommen das Wirtschafts- und Sozialsystem torpedieren würde. "Wer würde dann noch arbeiten?" - war eine der Leitfragen der Gegner. Bei einem Ja zur Initiative hätten alle in der Schweiz lebenden Menschen, unabhängig von Alte rund Geschlecht, ein Einkommen erhalten, das ein würdiges Leben erlauben würde. Konkrete Zahlen wurden von den Initianten nicht genannt. Im Raum standen allerdings die Zahlen 2500 Franken pro Erwachsener und 625 Franken für jedes Kind. 

Grundeinkommen statt Sozialleistungen

Die neue Regelung hätte den Bund rund 200 Milliarden Franken gekostet. Ein Teil davon wäre durch Umverteilung finanziert worden, ein anderer Teil durch Beiträge der Erwärbstätigen. Unter dem Strich wäre eine Finanzierungslücke von rund 25 Milliarden Franken geblieben. Die Initianten waren sich nicht ganz einig, wie diese Lücke geschlossen werden sollte. Trotzdem geben sich diese nach der Niederlage an der Urne nicht als Verlierer. Das Ziel sei die Diskussion gewesen.