Flugzeug der Patrouille Suisse abgestürzt

Der Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz retten und wurde leicht verletzt

In den Niederlanden ist in der Nähe des Militärflugplatzes Leeuwarden ein Schweizer F5-Kampfflugzeug der Patrouille Suisse abgestürzt. Der Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz retten. An einer kurzfristig anberaumten Medienkonferenz brachte Luftwaffenchef Aldo Schellenberg sein Bedauern über den Absturz zum Ausdruck gleichzeitig zeigte er sich erleichtert, weil das Unglück glimpflich abgelaufen sei.  Der verunglückte Pilot habe sich mit dem Schleudersitz retten können. Er sei in ein Gewächshaus gestürzt und habe sich dabei leicht verletzt.  Das Unglück sei das erste im 52-jährigen Bestehen der Patrouille Suisse.

Das Eidgenössische Verteidigungsdepartement VBS bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda den Absturz, den niederländische Medien gemeldet hatten.  Die niederländische Gemeinde Menameradiel vermeldete auf Twitter, der Pilot aus dem abgestürzten Jet sei gefunden und es ginge ihm den  Umständen entsprechend gut. Zuvor hatten Medien berichtet, der Pilot habe vor dem Crash den Schleudersitz auslösen können. Auch nach Angaben der Feuerwehr hat sich der Pilot in Sicherheit bringen können.

Der Unfall geschah bei der Vorbereitung für eine Flugschau in Leeuwarden am Freitag und Samstag. Gemäss Medienberichten haben sich zwei Flugzeuge der Patrouille Suisse gestreift. Eines der Flugzeuge habe landen können. Auf Amateurbildern im Internet ist zu sehen, dass das andere Flugzeug in einen See beim friesischen Dorf Bitgum stürzte und dann in Flammen aufging. Im Zusammenhang mit der Flugshow am kommenden Wochenende hatten mehrere Kampfflugzeuge Übungsflüge über Friesland gemacht.

Im Oktober des letzten Jahres war in Frankreich ein F/A-18-Kampfjet der Schweizer Luftwaffe abgestürzt. Auch damals konnte sich der Pilot mit dem Schleudersitz retten. Vor drei Jahren, im Oktober 2013, war ein Kampfjet an einer Felswand bei Alpnachstad OW zerschellt. Dabei kamen der Pilot sowie ein Fliegerarzt, der als Passagier an Bord war, ums Leben. Zurückzuführen war der Absturz auf eine Fehlbeurteilung des Piloten, wie der Schlussbericht der
Militärjustiz ergab.

Das Unglück in Leuwarden wird nun von der Schweizer Militärjustiz untersucht.