Zug: Jugendliche nach Auseinandersetzung angeklagt

Drei müssen sich vor Gericht verantworten

In Herbst des vergangenen Jahres haben fünf Jugendliche bei der Schützenmattwiese in Zug einen 21-jährigen Mann angegriffen und mittelschwer verletzt. Drei Tage später nahm sich das Opfer das Leben. Nun hat die Zuger Staatsanwaltschaft bekannt gegeben, wie sie die fünf Täter bestrafen will.

In der Nacht auf den 5. September des vergangenen Jahres wurde ein 21-jähriger Mann von einer Gruppe Jugendlicher bei der Schützenmattwiese in Zug angegriffen und mittelschwer verletzt. Drei Tage später nahm sich das Opfer das Leben. Die Jugendanwaltschaft des Kantons Zug hat die umfangreichen Verfahren gegen die fünf Tatbeteiligten, die zum Tatzeitpunkt im Alter zwischen 15 und 16 Jahren waren, abgeschlossen.

Zwei Jugendliche wurden nun von der Jugendanwaltschaft des Kantons Zug direkt gebüsst mit einer bedingten bzw. einer teilbedingten Freiheitsstrafe wegen Angriffs. Einer der beiden hat dagegen Einsprache erhoben. In einem Fall wurde die Freiheitsstrafe mit einer ambulanten jugendstrafrechtlichen Massnahme kombiniert. Die anderen drei Tatbeteiligten müssen sich wegen versuchter schwerer Körperverletzung und Angriffs vor Gericht verantworten. Der Jugendanwalt beantragt in einem Fall eine ambulante jugendstrafrechtliche Schutzmassnahme und für die anderen beiden Tatbeteiligten je eine stationäre Einweisung in ein Jugendheim. Das beantragte Strafmass liegt zwischen 9 und 36 Monaten.

Zur Klärung des Tatablaufs sassen die Jugendlichen teilweise bis zu 49 Tage in Untersuchungshaft und es wurden insgesamt knapp 70 Einvernahmen durchgeführt. Zudem wurden alle Tatverdächtigen einer intensiven Persönlichkeitsabklärung unterzogen. Zwei Jugendliche wurden dazu über mehrere Monate vorsorglich in geschlossenen Erziehungseinrichtungen untergebracht und befinden sich nach wie vor in Jugendheimen, teilten die Zuger Behörden mit.