Bau der Tangente Zug - Baar beginnt

Kanton Zug realisiert das teuerste Strassenverkehrskonzept der Geschichte

Tangente Zug - Baar Tangente Zug - Baar

Im Kanton Zug beginnt der Bau der Tangente Zug - Baar. Mit diesem Strassenprojekt verbindet man die Berggemeinden im Ägerital mit der Autobahn A4a. Zudem sollen vor allem die Stadt Zug und die Gemeinde Baar vom Verkehr entlastet werden.

Mit 200 Millionen Franken ist es das bislang teuerste Strassenverkehrskonzept im Kanton Zug. Die Tangente Zug-Baar wird vom Knoten Süd- /Weststrasse, direkt beim Autobahnanschluss Baar, auf der bestehenden Südstrasse zum Knoten Zugerstrasse verlaufen. Dort beginnt die eigentliche Neubaustrecke. Sie führt über die Knoten Industriestrasse und Inwilerriedstrasse zum Knoten Rigistrasse. Die folgende Steigung überwindet die Tangente über den 370 Meter langen Tunnel Geissbüel. Dieses Bauwerk dient auch als Sicht- und Lärmschutz. Im Gebiet Margel schliesst die Tangente an die Ägeristrasse an. Die Neubaustrecke wird als zweispurige Kantonsstrasse ausgestaltet – die bestehende Südstrasse zwischen dem Autobahnanschluss Baar und dem Knoten Zugerstrasse wird auf drei Spuren ausgebaut. Die Strasse ist drei Kilo-meter lang. Ein weiterer Kilometer sind Anschlussstrecken.

Baudirektion sieht Vier Hauptfunktionen der Tangente
Die Tangente Zug-Baar erfülle im Sinne des kantonalen Richtplanes eine ganze Reihe von Funktionen, so Baudirektor Urs Hürlimann:

  • Verbinden: Die Berggemeinden warten seit Langem auf den direkten Anschluss an die Autobahn. Die Tangente Zug-Baar schliesst diese Lücke im Strassennetz. Die Strasse verbindet die Bergge-meinden mit der Autobahn Richtung Zürich und Luzern/Gotthard auf dem kürzest möglichen Weg.
  • Erschliessen: Die Tangente Zug-Baar ist das Rückgrat der aufstrebenden Arbeitsplatzgebiete Baarermatt, Göbli, Neufeld und der Gewerbezone Neuhof westlich der Bahnlinie Zug-Baar. Diese Gebiete werden untereinander besser vernetzt und direkt an die Autobahn Zürich-Luzern/Gotthard angebunden.
  • Entlasten: Der Verkehr aus den Berggemeinden fliesst direkt auf die Autobahn statt auf Um-wegen durch die Ortskerne von Baar und Zug. Die Tangente Zug-Baar entlastet namentlich die Wohngebiete entlang der Ägeristrasse und das Zentrum von Baar sowie die nordöstlichen Wohngebiete der Stadt Zug. Ein Paket von sieben flankierenden Massnahmen unterstützt die gewünschten Verlagerungen.
  • Vernetzen: Die Tangente Zug-Baar ist kein Einzelbauwerk. Sie ist integraler Bestandteil des kantonalen Gesamtverkehrskonzeptes. Dessen Projekte bilden ein sorgfältig abgestimmtes Netzwerk und entfalten ihre optimale Leistung erst im Zusammenwirken. So profitiert nicht zu-letzt der öffentliche Verkehr von der Tangente Zug-Baar, welche die Zugerstrasse zugunsten des Busverkehrs wesentlich entlasten wird.

Mit den nun beginndenen Bauarbeiten endet eine über 15jährige Planungsphase dieses Grossprojekts. Die Tangente Zug - Baar ist hierbei "nur" ein Teilprojekt. Die kantonale Strassenverkehrsordnung sieht vor, in absehbarer Zeit auch das Projekt einer Umfahrung Cham/Hünenberg in Angriff zu nehmen. Vorerst geht es nun mit den Bauarbeiten für die Tangente Zug - Baar los. Diese dauern voraussichtlich bis 2021.

Audiofiles

  1. Tangente Zug-Baar: Das bislang grösste und teuerste Strassenbauprojekt im Kanton Zug. Audio: Philipp Breit