Bereits 31 Badetote

Damit liegt die Zahl sogar deutlich über dem Wert aus dem Hitzesommer

Badespass im See - aber Achtung vor den Gefahren (Symbolbild)

In der Schweiz sind in diesem Jahr bis jetzt 31 Menschen bei Badeunfällen ums Leben gekommen. Dies sagte die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

Die Opferzahlen liegen damit rund zwanzig Prozent höher als im Vorjahr, als bis Mitte Juli 26 Badetote zu beklagen waren. Insgesamt waren während der gesamten Badesaison des Hitzesommers 2015 48 Menschen ertrunken. Das waren damals schon 21 mehr als 2014. 15 der tödlichen Unfälle ereigneten sich in Seen, 14 in Flüssen und zwei beim Tauchen. Die überwiegende Mehrzahl der Badeopfer - nämlich insgesamt 27 - waren Männer, nur zwei Frauen waren darunter. Auch zwei Kinder kamen beim Baden im Fluss ums Leben.

Über die Hälfte Ausländer

Auffällig ist der hohe Anteil an Ausländern unter den Badetoten. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres kamen gemäss SLRG 17 Touristen, Flüchtlinge oder Asylsuchende ums Leben, das sind mehr als die Hälfte der Ertrunkenen. Und dies, obwohl die SLRG ihre Baderegeln auf Arabisch, Somalisch,
Tigrinya - die Sprache wird in Eritrea gesprochen -, Tamilisch, Englisch, Serbokroatisch und Portugiesisch übersetzte. Entsprechende Tafeln wurden den Asylzentren zur Verfügung gestellt und können im Internet heruntergeladen werden.

Baderegeln einhalten

Gemäss SLRG liessen sich die meisten Unfälle verhindern, würden die Baderegeln eingehalten. Die Gesellschaft empfiehlt namentlich beim Schwimmen in Flüssen eine Schwimmweste zu tragen. In Seen sollten längere Distanzen nicht alleine geschwommen werden, und Schwimmerinnen und Schwimmer sollten eine Baywatchboje oder ein anderes Auftriebsmittel mitführen. Kleinkinder müssen laut Baderegeln "in Griffnähe" beaufsichtigt werden. Sie könnten selbst bei geringer Wassertiefe in weniger als zwanzig Sekunden ertrinken.