Freiwillige Waffenabgabe wird kaum genutzt

Nur gerade 789 Armeewaffen waren Ende Juni im Zeughaus hinterlegt

Eine Pistole der Firma KRISS: Pistolenteile sollen nach Saudi-Arabien geliefert werden.

Die freiwillige Abgabe von Ordonnanzwaffen stösst auf wenig Interesse: Nur gerade 789 Armeewaffen waren Ende Juni im Zeughaus hinterlegt. Seit die freiwillige Abgabe möglich ist, waren nie mehr als tausend Waffen deponiert. Diese bleiben oft zu Hause im Schrank.

Seit Anfang 2010 dürfen Wehrmänner und -frauen ihr Sturmgewehr oder ihre Pistole freiwillig und ohne Begründung in einem Logistikcenter oder einer Retablierungsstelle ausserhalb der Dienstzeit vorübergehend abgeben. Mit unter anderem dieser Massnahme wollte der Bundesrat die Sicherheit beim Umgang mit Ordonnanzwaffen verbessern.

Das Angebot wird jedoch kaum genutzt. Bei einem Effektivbestand von rund 170'000 sind nur knapp 800 oder 0,5 Prozent der Ordonnanzwaffen im Zeughaus deponiert. Dies zeigen aktuelle Zahlen des Eidg. Verteidigungsdepartements (VBS), welche die "Neue Luzerner Zeitung" publiziert hat. Ein VBS-Sprecher bestätigte die Informationen auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. In der Zentralschweiz sind aktuell rund 70 Armeewaffen im Zeughaus.