Spektakel am Nachthimmel

Ein Komet sorgt für aussergewöhnlich viele Sternschnuppen

In den kommenden Nächten können besonders viele Sternschnuppen beobachtet werden. Dafür sorgt der sogenannte Sternschnuppenstrom der Perseiden. Damit man ein Teil der bis zu 160 Sternschnuppen pro Stunde sehen kann, muss man nicht viel tun.

Die Nacht auf Samstag sollten sich Romantiker und Astronomen dick im Kalender anstreichen. "Zur Zeit durchquehrt die Erde auf Ihrer Umlaufbahn um die Sonne die Überreste des Kometen 109P/Swift-Tuttle", erklärt Markus Burch von der Astronomischen Gesellschaft Luzern, die auch die Sternwarte Hubelmatt betreibt. Dieser Komet flog zum letzten Mal 1992 an der Erde vorbei. Für eine Umkreisung der Erde braucht der Komet 133 Jahre.

Die kleinen Teile aus dem Schweif des Kometen in der Bahn liegen treffen in dieser Zeit auf die Atmosphäre der Erde und dringen in diese ein. Dabei verglühen sie in den hohen Luftschichten. "Dieses Verglühen können wir dann als Sternschnuppe beobachten", so Burch.

Bis zu 60 Sternschnuppen pro Stunde

Die Sternschnuppen leuchten im Sternbild Perseus im Nordosten auf und fliegen dann in alle Richtungen über den Himmel. "Dieser Punkt am Himmel, wo die Sternschnuppen her kommen, nennt sich Radiant", erklärt Markus Burch. "Die Sternschnuppen der Perseiden - eben weil sie aus dem Sternbild Perseus kommen - heissen im Volksmund auch St. Laurentiustränen."

Da der zunehmende Mond in der ersten Nachthälfte noch hell scheint, dürften Beobachter in der zweiten Nachthälfte am erfolgreichsten sein. "Da können bis 60 Sternschnuppen pro Stunde beobachtet werden", freut sich Markus Burch. Aber auch in der ersten Nachthälfte gebe es immer wieder Sternschnuppen zu sehen. Die meisten Sternschnuppen dürften in der Nacht auf Samstag zu erwarten sein.

Den Sternen zum Greifen nahe

Die Sternschnuppen sind von blossem Auge zu sehen. "Ein Teleskop braucht man dazu nicht", sagt Markus Burch. Dafür seien die Sternschnuppen zu schnell. Am besten beobachte man den Himmel von einem leicht erhöhten Ort, fernab von Lichtern und Lichtverschmutzung. "Wer es gerne bequem mag, nimmt einen Liegestuhl und eine Decke mit", meint Burch.

Die Wetteraussichten für das Wochenende sind gut. So können die Sternschnuppen bei trockener Witterung, angenehmen Temperaturen und hoffentlich möglichst wolkenlosem Himmel beobachtet werden.

Weitere Infos gibt es hier.

Audiofiles

  1. Sternschnuppen noch und nöcher am Schweizer Nachthimmel. Audio: David von Moos