Zug: Parlament gegen Wohnraum-Initiative

Mehrheit findet, es gebe bereits heute genügend Massnahmen

Die Altstadt von Zug

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  1. Beitrag: Parlament gegen Wohnraum-Initiative. Audio: Yanik Probst

Im Kanton Zug soll der Anteil von bezahlbarem Wohnraum nicht gesetzlich festgelegt werden. Eine entsprechende Initiative der JUSO und der jungen Grünen hat das Zuger Kantonsparlament abgelehnt.

Die Initiative für bezahlbaren Wohnraum verlangt, dass bis in 20 Jahren jede fünfte Wohnung im Kanton Zug preisgünstig vermietet wird. Bereits heute gebe es die gesetzlichen Grundlagen, um bezahlbaren Wohnraum zu fördern, finden dagegen die Bürgerlichen.

Eine fixe Quote von 20 Prozent sei nicht der richtige Weg, sagte Kantonsparlamentarier Walter Birrer von der SVP. Weitere Bürokratie würde eher das Gegenteil bewirken. Denn die Bürokratie mache den Wohnungsbau erst teuer. Würde diese abgeschafft, würden die Wohnungen automatisch günstiger, so Birrer.

Auch für FDP und CVP ist die Initiative nicht die Lösung. Die bestehenden gesetzlichen Möglichkeiten würden ausreichen, sie müssten einfach richtig genutzt werden.

Statistik gibt zu reden

Für grosse Diskussion sorgte eine Auswertung zu günstigen Wohnungen im Kanton Zug. Der Bericht der Regierung gibt an, dass im Kanton Zug gut jede vierte Wohnung bereits heute als günstig gelte. Unter die Defnition günstig fiel dabei beispielsweise eine 3,5-Zimmerwohnzung für 1'750 Franken im Monat.

Diese Statistik sei falsch, erklärte Kantonsparlamentarier Andreas Lustenberger von den Grünen. Während die Regierung in ihrer Studie von knapp einem Viertel günstiger Wohnungen spreche käme der Bund zum Schluss, dass es in Zug gerade einmal rund zwei Prozent bezahlbaren 

Das Zuger Stimmvolk entscheidet voraussichtlich im kommenden Jahr.