Chancen für Salle Modulable schwinden

Die Kommission des Luzerner Kantonsparlaments lehnt den Projektierungskredit von 7 Millionen ab

Die Chancen der Salle Modulable schwinden

Die Kommission Salle Modulable des Luzerner Kantonsparlaments lehnt den Projektierungskredit von 7 Millionen Franken grossmehrheitlich ab. Sie empfiehlt dem Parlament in der Sitzung vom 19. September den Sonderkredit nicht zu sprechen.

Der Entscheid gegen die Salle Modulable sei grossmehrheitlich gefallen, sagte Kommissionspräsidentin Helene Meyer-Jenni auf Anfrage von Radio Pilatus. Meyer sieht die Chancen für eine Realisierung der Salle Modulable schwinden, sollte das Kantonsparlament der Empfehlung der Kommission folgen und ebenfalls nein zum Projektierungskredit sagen. Für eine ablehnende Haltung haben haupstächlich drei Gründe entschieden. 

Standort Inseli nicht von zentraler Bedeutung

Für eine grosse Mehrheit der Kommission sind die Dimensionen der Salle Modulable sowohl räumlich als auch finanziell zu gross und die Betreibungskosten zu hoch. Auch die unverhandelbaren Vorgaben und der enge Zeitplan vom Trust stossen auf Widerstand. Zudem fehle für ein solches Projekt eine positive finanzpolitische Perspektive des Kantons Luzern. Die zu erwartenden Mehrkosten seien mit den Spar-Entscheidungen des Kantons nicht vereinbar. Der Standort Inseli war beim Entscheid der Kommission nicht von zentraler Bedeutung, obwohl teilweise bedauert wurde, dass keine Standortvarianten mehr verhandelbar sind.

Ohne Kantonshilfe würde der Salle Modulable vor allem auch die Unterstützung bei den Betriebskosten fehlen. Helene Meyer rechnet jetzt damit, dass der Kommissionsentscheid eine Reaktion unter den Parlamentariern auslösen könnte.  Die Kommission des städtischen Parlaments entscheidet am Dienstag kommender Woche über einen Projektierungskredit von 3 Millionen. Das Parlament befindet darüber Ende September.  

Zu den gesamten Projektierungskosten von 12 Millionen Franken will auch die Stiftung Salle Modulable 2 Millionen beitragen.