Schweiz will Terrorgefahr an der Wurzel bekämpfen

Austausch zwischen Behörden soll dazu gefördert werden

Simonetta Sommaruga

Die Schweiz plant einen Nationalen Aktionsplan gegen Radikalisierung und gewalttätigen Extremismus. Dieser soll den Informationsaustausch zwischen Bund, Kantonen, Städten und Gemeinden sicherstellen und so Terrorismus im Keim ersticken.

Die Bekämpfung von radikalisierten Personen könne nicht alleine den Sicherheitsbehörden überlassen werden, sagte Bundesrätin Simonetta Sommaruga am Rande des sogenannten Fünfländertreffens mit den Justizministern von Deutschland, Österreich, Luxemburg und Liechtenstein. 

Deshalb habe der Sicherheitsverbund der Schweiz, in dem Bund und Kantone vertreten sind, diese Woche ein gemeinsames Mandat für einen Nationalen Aktionsplan gegen Radikalisierung und gewalttätigen Extremismus verabschiedet. Darin sollen alle wichtigen Akteure von Bund, Kantonen, Städten und Gemeinden vereint werden, um den Informationsaustausch sicherzustellen.

Laut Sommaruga sollen nicht mehr nur Polizeien aktiv werden, sondern auch Institutionen im sozialen Umfeld wie die Sozialhilfe, Schulen oder Kindertagesstätten. "Prävention ist das beste Mittel gegen Radikalisierung und gewalttätigen Extremismus", sagte Sommaruga. Ziel des Aktionsplanes sei es, diese verschiedenen Akteure zusammenzubringen, ihre Erfahrungen zusammenzutragen und zu sensibilisieren.