Ausschliesslich Mundart in Zuger Kindergärten

Das fordert die Mundartinitiative der SVP

Kindergärtner im Fildernquartier in der Gemeinde Ebikon.

Am 25. September stimmen die Zugerinnen und Zuger über die Mundartinitiative der SVP ab. Damit soll Mundart in den Kindergärten und in einzelnen Fächern auch in der Primarschule mehr gefördert werden. Die SVP steht aber mit ihrer Forderung alleine da.

Die Initiative "Ja zur Mundart" der Zuger SVP verlangt, dass im Kindergarten ausschliesslich Schweizerdeutsch gesprochen werden soll. Zudem soll in der Primarschule in den Fächern Sport, Musik, Zeichnen und Werken Mundart ebenfalls Pflicht sein. Nach Ansicht der SVP fördert Mundart die Integration und müsse deshalb auch im Interesse der Ausländer gestärkt werden. Zudem sei Schweizerdeutsch ein Teil unserer Kultur und Identität.

Alle anderen Parteien lehnen Initiative ab

Die SVP steht mit ihren Forderungen alleine da. Ein überparteiliches Komitee hat einen Gegenvorschlag zur Mundartinitiative ausgearbeitet und macht darin einen Kompromiss. Im Kindergarten soll grundsätzlich Mundart gesprochen werden, in der Primar soll dann aber auf Hochdeutsch gewechselt werden. Gründe für den Gegenvorschlag liegen nach Ansicht des Komitees in den erheblichen Mängeln der SVP-Initiative. So sei ein gesetzliches Verbot der Schriftsprache im Kindergarten für den Spracherwerb nicht förderlich und enge unnötig ein. Deshalb solle von Beginn weg beides im Unterricht vertreten sein. Es helfe den Kindern, eine solide Basis zu legen, um im Schulwesen und später im Beruf erfolgreich zu sein. 

Das Zuger Stimmvolk entscheidet am übernächsten Sonntag, am 25. September.

 

 

Audiofiles

  1. Abstimmungsvorschau zur Zuger Mundartinitiative - Pro's & Contra's. Audio: Fabian Kreienbühl