Die Stadt-Zuger stimmen über Doppelinitiative ab

Die Verwaltung soll in der Altstadt bleiben, das Landis&Gyr-Gebäude soll verkauft werden

Die Verwaltung der Stadt Zug soll im ehemaligen Landis & Gyr-Gebäude beim Bahnhof zentralisiert werden

Am 25. September stimmen die Stadt-Zugerinnen und Zuger über die Doppelinitiative ab. Die Initianten fordern, dass die Stadt Zug das Landis&Gyr-Gebäude wiederverkaufen und die Stadtverwaltung auch zukünftig in den bestehenden Altstadtgebäuden bleiben soll. 

Vor vier Jahren haben die Zuger dem Kauf des ehemaligen Landis&Gyr-Gebäude zugestimmt. Dort möchte die Stadt ihre Verwaltung zentralisieren, anstatt wie bis anhin an vier verschiedenen Standorten in der Zuger Altstadt bleiben. Vor zwei Jahren wurden dazu zwei Initiativen, "Ja zur historischen Altstadt" und "Ja zu gesunden Stadtfinanzen" eingereicht, auch bekannt als Doppelinitiative.

Jahrzehnte lange Tradition und zu hohe Kosten

Mit der Initiative "Ja zur historischen Altstadt" wollen die Initianten erreichen, dass die Verwaltung in den bestehenden vier Altstadtgebäuden verbleibt. Begründet wird dies mit der seit Jahrzenten lange gelebte und getragene Tradition und damit, dass die Verwaltung auch für das Zuger Altstadtgewerbe wichtig sei. Mit der Initiative "Ja zu gesunden Stadtfinanzen" will das überparteiliche Komitee die Stadt Zug verpflichten, das ehemalige Landis&Gyr-Gebäude bis spätestens 2023 wieder zu verkaufen. Diese Forderung begründet das Komitee mit millionenhohen Umzugs-, Umbau und Sanierungskosten und der angespannten Lage des Finanzhaushalts der Stadt Zug. 

Stadtrat und grosser Gemeinderat lehnen Doppelinitiative ab

Der Stadtrat und das Stadtparlament empfehlen dem städtischen Stimmvolk aber, die beiden Initiativen abzulehnen. Der Umzug der Verwaltung in das Landis&Gyr-Gebäude steigere die Effizienz und man könne von den Synergien profitieren. Zudem habe man für die bestehenden Altstadtgebäude schon ein Nachnutzungskonzept ausgearbeitet. Die Initiative "Ja zu gesunden Stadtfinanzen" sei zudem irreführend, da die Stadt Zug nach fünfjähriger Durststrecke die Rechnung 2015 mit einem Überschuss abgeschlossen habe und man in den nächsten Jahren dank den eingeleiteten Sparmassnahmen ausgeglichene Rechnungen erwarte. 

Das Stadt-Zuger Stimmvolk entscheidet am übernächsten Sonntag, am 25. September.

Audiofiles

  1. Abstimmungsvorschau - Pro's und Contra's zur Doppelinitiative der Stadt Zug. Audio: Fabian Kreienbühl