Breite Allianz gegen die "Grüne Wirtschaft"

Die Grünen und die SP stehen mit ihrer Forderung alleine da

"Wir leben auf zu grossem Fuss!", so die Grünen. Sie haben deshalb die Volksinitiative für eine grüne Wirtschaft lanciert.

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  1. Initiative "Grüne Wirtschaft" - SP und die Grünen gegen eine breite Allianz. Audio: Franziska Boser

Mehr Umweltschutz und tieferer Ressourcenverbrauch – das will die Volksinitiative für eine Grüne Wirtschaft der Grünen Partei Schweiz. Abgesehen von der SP stellen sich aber alle bürgerlichen Parteien wie auch der Bundesrat gegen das Anliegen.

Die Volksinitiative Grüne Wirtschaft will den so genannten «ökologischen Fussabdruck» der Schweiz bis 2050 auf den Verbrauch von einer Erde reduzieren. Derzeit liegt der Verbrauch in der Schweiz bei drei Erden. Die heutige Wirtschaftsweise führe zu einer Übernutzung von natürlichen Ressourcen wie Wald, Ackerland oder der Ozeane. Von einem Ja zur Grünen Wirtschaft würden alle, die Gesellschaft, die Wirtschaft und die zukünftigen Generationen profitieren, so die Initianten. Die Initiative ermögliche die Förderung umweltfreundlicher Technologien und der Kreislaufwirtschaft. Dabei gehe es weder um Verzicht, noch um Massnahmen bei den Konsumenten. Es gäbe schon heute die nötigen technischen Lösungen für nachhaltiges Wirtschaften, so die Befürworter weiter.

Eine breite Allianz stellt sich gegen die Initiative

Ein breit abgestütztes Komitee der bürgerlichen Parteien lehnt die Initiative ab. Sie zwinge die Bürgerinnen und Bürger zur Änderung ihres gewohnten Lebensstils und es käme zu höheren Preisen, so das Komitee. Neue Vorschriften und Verbote würden zudem den Wettbewerb und die Innovation behindern und gefährde Unternehmen und Arbeitsplätze in der Schweiz.

Ablehnung auch seitens des Bundesrats

Die Grüne Wirtschaft sei von der Idee her gut, aber sie wolle zu viel in zu kurzer Zeit. Dieser Meinung ist der Bundesrat und lehnt deshalb die entsprechende Volksinitiative der Grünen ebenfalls ab. Zwar müsse versucht werden den Ressourcenverbrauch in der Wirtschaft zu senken, sagte Umweltministerin Leuthard. Ein Alleingang der Schweiz sei aber zu teuer und nicht zielführend.

Über die Initiative "Grüne Wirtschaft" wird am 25. September abgestimmt.