Krankenkassenprämien sollen massiv steigen

Nicht nur die steigenden Gesundheitskosten sind dafür verantwortlich

Die Gesundheitskosten steigen (Symbolbild)

Die Krankenkassenprämien dürften nächstes Jahr um bis zu zehn Prozent und mehr steigen. Davon geht der Online-Vergleichsdienst bonus.ch aus. Für den Prämienschock seien nicht nur die steigenden Gesundheitskosten verantwortlich.

Durchschnittlich sollen die Krankenkassenprämien nächstes Jahr 6,5 Prozent teurer sein, schreibt der Online-Vergleichsdienst bonus.ch in einer Mitteilung. Gewisse Krankenkassenprämien dürften sogar mehr als zehn Prozent steigen, vermutet der Vergleichsdienst.

Grund für den Prämienanstieg seien nicht nur die steigenden Gesundheitskosten und die finanzielle Lage einiger Krankenkassen, sagte Felix Schneuwly, Mediensprecher des Internet-Vergleichsdienstes Comparis, auf Anfrage. Für höhere Prämien verantwortlich sei auch der sogenannte Risikoausgleich, der verhindern soll, dass Krankenkassen nur junge und gesunde Menschen versichern: "Krankenversicherungen mit vielen gesunden Kunden müssen mehr Geld in den Risikoausgleichsfond einbezahlen, und Krankenkassen mit eher ungesunden und älteren Versicherten bekommen mehr Geld aus dem Ausgleichstopf." Das führe dazu, dass sich die Krankenkassenprämien annähern. "Es gibt als Folge aber auch mehr Prämienschwankungen", so Schneuwly.

Der Bund will die offiziellen Krankenkassenprämien für das kommende Jahr nächste Woche bekanntgegeben.

Audiofiles

  1. Die Krankenkassenprämien steigen weiter: Dafür sind nicht nur die wachsenden Gesundheitskosten verantwortlich. Audio: David von Moos