Hooligans im Tessin sollen Fussfessel erhalten

Polizei will so Aufenthaltsort überprüfen

Hooligans (Symbolbild)

Der Kanton Tessin möchte elektronische Fussfesseln für die Überwachung von Hooligans einsetzen. Der Einsatz von elektronischen Fussfesseln bei Straftätern ist nicht neu, ein Einsatz bei Hooligans wäre in der Schweiz jedoch ein Novum.

Personen welche für Eishockey- und/oder Fussballspiele ein Stadionverbot erhalten, sollen eine elektronische Fussfessel erhalten. Dies schreibt die Neue Zürcher Zeitung. Diese Fussfesseln enthalten einen GPS-Sender, mit diesem kann jederzeit der genaue Aufenthaltsort ermittelt werden. Weiter würde bei der Polizei ein Alarm ausgelöst, falls die Person mit der Fussfessel sich zu nahe an ein Stadion begibt. Ob und wann dieses System im Tessin jedoch umgesetzt wird, ist noch offen.

Die elektronische Fussfessel für Straftäter wird in der Schweiz bereits seit 1999 in sieben Kantonen eingesetzt. Pro Jahr in etwa 250 Fällen von Hausarrest. Damit sollen die Gefängnisse entlasten werden. In den Zentralschweizer Kantonen wie auch der restlichen Schweiz soll der Einsatz von Fussfesseln ab Anfang 2018 möglich sein.