Der Frankenschock hallt noch heute nach

Die Schweizer Firmen blicken aber optimistisch in die Zukunft

Das Gebäude der Schweizerischen Nationalbank in Zürich.

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  1. Der Frankenschock ist noch nicht überwunden. Audio: Fabian Kreienbühl

Am 15. Januar 2015 sorgte die Schweizerische Nationalbank mit der Aufhebung des Euromindestkurses für eine grosse Überraschung und für ein riesen Schock in der Wirtschaft. Auch knapp zwei Jahre danach hallt der Frankenschock in Schweizer Unternehmen noch nach. Trotzdem blickt man optimistisch in die Zukunft.

Im Januar jährt sich der Frankenschock schon zum zweiten Mal. Am 15. Januar 2015 hat die Schweizerische Nationalbank den Euromindestkurs von 1.20 Franken aufgehoben. Kurz danach war der Schweizer Franken plötzlich 15-20 Prozent mehr wert, ein Euro kostete teilweise nur noch rund 90 Rappen. Mit einer plötzlichen Kehrtwende hatte die Schweizerische Nationalbank die Verteidigung des Euromindestkurses aufgegeben. Innert Minuten war jeder Schweizer irgendwo von der Geldpolitik der Nationalbank betroffen, sei es als Konsument, als künftiger Rentner, als Mieter oder Eigenheimbesitzer, als Arbeitnehmer oder auch als Arbeitgeber. Das war der Frankenschock, der die Schweizer Wirtschaft durchschüttelte.

Der Frankenschock hallt weiter nach

Wie sieht es aber heute, knapp zwei Jahre später aus? Anfangs November fand in Stans der Anlass "Politik und Wirtschaft im Dialog" der Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz IHZ dazu statt. Paul Hälg, CEO der Urner Firma Dätwyler AG, war Referent und sprach vor verschiedensten Parlamentarier und Unternehmer über die Herausforderungen eines global ausgerichteten Industrieunternehmens, unter anderem auch bzgl. der Frankenstärke. Der starke Franken drückte bei Dätwyler sowie bei vielen anderen Schweizer Unternehmen auf den Umsatz und Gewinn. Auch der Automobilhändler Amag bekam dies zu spüren, vor allem aufgrund der vielen Abschreibungen auf Fahrzeuge im Lager. Der Frankenschock ist auch heute noch nicht überwunden und hallt weiter nach. Trotzdem blicken die Schweizer Unternehmen mehrheitlich optimistisch in die Zukunft.

Optimistisch in die Zukunft

Eine aktuelle Studie des Wirtschaftsprüfers "Delloite" zeigt, dass die Finanzchefs Schweizer Firmen mehrheitlich davon ausgehen, dass es ab nächstem Jahr wieder deutlich aufwärts geht. Gemäss der Studie haben sich die Konjunkturerwartungen der Schweizer Finanzchefs deutlich aufgehellt. Auch die Aussichten für das eigene Unternehmen werden deutlich positiver eingeschätzt. Trotz dem Optimismus hält der Druck sowie die Unsicherheit im ökonomischen und finanziellen Umfeld weiter an.