Bundesrat sagt ja zum Bypass Luzern

Das Projekt kostet 1,7 Milliarden Franken und soll 2025 starten

Das Projekt Bypass Luzern Einfahrt vom Norden in den Tunnel Bypass und die Stadtautobahn Luftaufnahme der heutigen Vorzone Süd

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  1. Bundesrat sagt Ja zum Bypass Luzern. Audio: Sämi Deubelbeiss

Der Bundesrat hat an einer Sitzung dem generellen Projekt zum Gesamtsystem Bypass Luzern zugestimmt. Der Bund hat dies in einer Mitteilung am Mittwoch bekanntgegeben. Der Engpass im Nationalstrassennetz im Raum Luzern wird mit einem Ausbau der Autobahn A14 von vier auf sechs Spuren zwischen der Verzweigung Rotsee und dem Anschluss Buchrain sowie einem neuen Tunnel mit zwei zweispurigen Röhren zwischen der Verzweigung Rotsee und dem Anschluss Luzern-Kriens behoben. Im bestehenden Tunnel Spier auf der A2 zwischen den Anschlüssen Luzern-Horw und Hergiswil werden drei Fahrspuren pro Fahrtrichtung dem Verkehr zur Verfügung gestellt. Die Kosten für das Vorhaben belaufen sich auf rund 1,7 Milliarden Franken.

Der Bypass Luzern besteht aus vier Teilprojekten. Dazu gehören der Ausbau Nord mit der Erweiterung der Autobahn zwischen der Verzweigung Rotsee und dem Anschluss Buchrain von vier auf sechs Spuren, der neue Tunnel mit zwei zweispurigen Röhren (Bypass), der heutige Cityring mit den Tunneln Reussport und Sonnenberg, der künftig als Stadtautobahn dienen wird, sowie die Ergänzung Süd, wo künftig drei Fahrspuren pro Fahrtrichtung zur Verfügung stehen werden. Beim Anschluss Luzern-Kriens wird das Lärmschutzbauwerk verlängert. In Zukunft gilt zwischen den Verzweigungen Rotsee und Luzern eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h. Dadurch wird die Verkehrssicherheit erhöht.

Parallel zum Bypass Luzern plant der Kanton Luzern die Spange Nord als zusätzliche städtische Hauptverkehrsachse, welche den Verkehr im neuen Anschluss Lochhof auf den Cityring lenken wird. Dank der Verlegung des Verkehrs auf die Spange Nord und die Stadtautobahn entsteht im Stadtzentrum von Luzern Raum für durchgehende Busspuren von Kriens Kupferhammer bis zum Luzernerhof. Die Spange Nord erhöht den Nutzen des Bypasses Luzern.

Die Bauzeit für das Gesamtsystem Bypass Luzern beträgt rund 10 Jahre. Der Baubeginn ist für 2025 geplant. Er ist abhängig von den notwendigen Bewilligungen sowie der Priorisierung der Engpassbeseitigungsprojekte durch das Parlament. Dabei wird der Fortgang des kantonalen Projekts Spange Nord berücksichtigt. Die Kosten der vom Bund geplanten Projekte belaufen sich auf insgesamt rund 1,7 Milliarden Franken. Voraussetzung für deren Realisierung ist eine ausreichende Finanzierung im Rahmen der NAF-Vorlage, heisst es in der Mitteilung des Bundes.