Der Wolf ist in der Zentralschweiz nicht willkommen

Bauern, Landwirte und Jäger schliessen sich gegen Grossraubtiere zusammen

Ein Wolf reist ein anderes Tier Der Wolf

In der Zentralschweiz regt sich Widerstand gegen den Wolf. In Rothenthurm im Kanton Schwyz ist gestern die Vereinigung zum Schutz von Jagd- und Nutztieren vor Grossraubtieren in der Zentralschweiz gegründet worden.

Wölfe, Luchse und Bären sind in der Zentralschweiz nicht willkommen. Dieser Meinung ist die neugegründete Vereinigung zum Schutz von Jagd- und Nutztieren vor Grossraubtieren in der Zentralschweiz. Dahinter stehen verschiedene Jäger, Landwirte und Schafhalter aus den Kantonen Uri, Schwyz, Ob- und Nidwalden sowie Luzern.

Die Wiederansiedlung von Grossraubtieren sei speziell in den Bergregionen ein zunehmendes Problem für die Land- und Alpwirtschaft, sagte der Schwyzer Landwirt und Schafhalter Ruedi Fässler, Co-Präsident der Vereinigung: "In der Zentralschweiz hat der Wolf schon mehrfach Schafe gerissen." Seine Schafe zu schützen, sei praktisch unmöglich. Massnahmen wie Herdenschutzhunde und Einzäunungen seien meistens unverhältnismässig. "Problematisch ist vor allem, dass ein Wolf zuerst 25 Schafe reissen muss, bevor er zum Abschuss freigegeben wird. Das sei stossend, so Fässler. "Es ist schlimm, unsere Tiere leiden sehen zu müssen."

Das Gesetz soll nun so geändert werden, dass schädliche Grossraubtiere einfacher abgeschossen werden können. "Wir wollen den Wolf aber nicht ausrotten", betonte Fässler gegenüber Radio Pilatus. Lediglich Wölfe und andere Grossraubtiere, die Schäden anrichten, sollen "aus dem Verkehr gezogen" werden.

Zur neu gegründeten Vereinigung zum Schutz von Jagd- und Nutztieren vor Grossraubtieren in der Zentralschweiz gehören Jäger, Landwirte und Schafhalter aus den Kantonen Uri, Schwyz, Ob- und Nidwalden sowie Luzern.