Taxiraub am Räuberweg geklärt

Autoschlüssel an der Polenstrasse gefunden

Die Luzerner Polizei im Einsatz (Symbolbild)

Anfangs Juli ist am Rande des Kernwalds im Kanton Obwalden ein Taxifahrer überfallen worden. Nun hat die Polizei die Täter ermittelt. Diese haben die Straftaten weitgehend gestanden.

Der Raubüberfall auf den Taxifahrer ereignete sich am frühen Morgen des 11. Juli - ausgerechnet beim Räuberwald in Kerns, wie der Kernwald im obwaldnerischen Kerns auch genannt wird. Wie die Obwaldner Kantonspolizei in einer Mitteilung schreibt, wurde der Taxifahrer zuvor telefonisch zum Waldrand an den Anfang des dortigen Räuberwegs bestellt. Als der Taxifahrer am vereinbarten Ort eintraf, wurde er von einem vermummten Mann mit einer täuschend echten Gasdruckpistole und einem Schlagring bedroht. Der Täter erbeutete mehrere hundert Franken, den Autoschlüssel und die Fahrtmappe des Taxifahrers. Danach gelang ihm unerkannt die Flucht.

Bei der sofort eingeleiteten Nahfandung der Kantonspolizei Ob- und Nidwalden kamen auch eine Patrouille der Militärpolizei und Hundeführer der Luzerner Polizei zum Einsatz. Ein Diensthund spürte in der Folge den Autoschlüssel auf. Dieser wurde rund 150 Meter vom Tatort entfernt im Wald an der Polenstrasse gefunden. Die Fahrtmappe des Taxifahrers wurde später im Wald oberhalb des Flugplatzes Alpnach gefunden - ebenfalls an der Polenstrasse.

In derselben Nacht wurde in Alpnachstad in ein Restaurant eingebrochen. Die Täterschaft entkam auch hier unerkannt. Nach polizeilichen Ermittlungen konnte die Obwaldner Kantonspolizei im August einen Einbrecher verhaften. Es handelte sich um einen 26-jährigen, im Kanton Obwalden wohnhaften Mann. Darauf wurden zwei Mittäter aus der Region ermittelt, zwei Männer im Alter von 20 und 25 Jahren. Bei den Hausdurchsuchungen fand die Polizei auch die Tatwaffe des Raubüberfalls auf den Taxifahrer.

Laut der Obwaldner Kantonspolizei hat die erdrückende Beweislast die drei Täter zu einem Geständis bewegt. Während der 25-Jährige den eigentlichen Taxiraub verübte, fuhren seine beiden Komplizen den Fluchtwagen und stellten die Gasdruckpistole, den Schlagring und die Sturmhaube zur Verfügung. Ausserdem gäbe es Hinweise, dass die drei Männer für weitere Einbruchdiebstähle im Raum Kerns und Alpnachstad verantwortlich seien, schreibt die Obwaldner Kantonspolizei. Die mutmasslichen Täter müssen sich nun vor der Staatsanwaltschaft Obwalden verantworten.