Früherer Besitzer von Xamax verurteilt

Das Neuenburger Strafgericht schickt Bulat Tschagajew ins Gefängnis

Der Ex-Präsident von Neuchâtel Xamax: Bulat Tschagajew.

Der ehemalige Besitzer des Fussballclubs Neuchatel-Xamax, Bulat Tschagajew, muss ins Gefängnis. Das hat das Neuenburger Strafgericht entschieden. Bulat Tschagajew hatte den Traditionsclub Neuchatel-Xamax in den Konkurs geführt. 

Das Neuenburger Strafgericht hat den Tschetschenen unter anderem wegen ungetreuer Geschäftsführung und Misswirtschaft zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt. Die Hälfte davon muss er im Gefängnis absitzen. Den Rest der Strafe sprach das Gericht auf Bewährung aus. Bulat Tschagajew wurde in Abwesenheit verurteilt. Ob er seine Strafe in der Schweiz absitzen muss, ist unklar. Das Bundesgericht hatte ihn in einem früheren Verfahren vor rund drei Jahren aus der Schweiz ausgewiesen.

Tschagajew hatte den Schweizer Traditionsclub Neuchatel-Xamax im Mai 2011 übernommen. Unter anderem mit vielen Personalwechseln und falschen Angaben hatte er den damaligen Super League-Club in nur acht Monaten heruntergewirtschaftet und ein finanzielles Loch von 20 Millionen Franken hinterlassen. Nachdem Tschagajew mehrfach die Löhne von Spielern und Funktionären nicht bezahlt hatte, entzog die Schweizerische Fussballliga SFL dem Klub die Lizenz.