Schweiz nimmt 2'000 syrische Flüchtlinge auf

Der Bundesrat möchte besonders verletzliche Flüchtlinge aufnehmen

Bundeshaus in Bern

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  1. Der Bundesrat will 2'000 weitere Flüchtlinge aufnehmen. Audio: Franziska Boser

Der Bundesrat will in den nächsten zwei Jahren weitere 2'000 Flüchtlinge aus Syrien aufnehmen. Dabei handle es sich vorwiegend um Familien, Frauen und Kinder, aber auch um Betagte und Kranke.

Die Schweiz nimmt in den nächsten zwei Jahren weitere 2'000 besonders verletzliche Flüchtlinge auf. Dies hat der Bundesrat am Freitag beschlossen. Aufgenommen werden vor allem Menschen, die in die Nachbarländer Syriens geflüchtet sind, dort aber nicht bleiben können. Bei den besonders verletzlichen handle es sich vorwiegend um Famililen, Frauen und Kinder, aber auch um Betagte und Kranke. Aufgenommen werden aber nur solche Personen, welche von der UNO bereits als Flüchtlinge anerkannt wurden. Zudem würden ihre Dossiers vor der Einreise in die Schweiz wie üblich dem Nachrichtendienst zur Prüfung übergeben. 

Auch Hilfe vor Ort wird fortgesetzt

Mit seinem Beschluss setzte der Bundesrat die humanitäre Tradition der Aufnahme von anerkannten Flüchtlingen in Gruppen fort. Im Frühjahr des letzten Jahres hatte der Bundesrat die Aufnahme von 3'000 Personen aus der Krisenregion innerhalb von drei Jahren bewilligt. Fortgesetzt wird auch die Hilfe vor Ort. Zusätzlich zu den bisher dafür eingesetzten rund 250 Millionen Franken werden für 2017 für internationale Zusammenarbeit über 60 Millionen Franken bereitgestellt.