Zug: Höhere Steuern werden immer realistischer

Die Regierung will sparen und wird über eine Steuererhöhung diskutieren

Im Kanton Zug rückt eine Steuererhöhung immer mehr in den Fokus. Nachdem das Stimmvolk im November ein Sparpaket von 40 Millionen Franken ablehnte, hat sich die Zuger Regierung in einer dreitägigen Sitzung intensiv mit den Kantonsfinanzen auseinandergesetzt.

Die Zuger Regierung will nun insgesamt 140 Millionen Franken einsparen. Einerseits sind das jene 40 Millionen, welche das Volk an der Urne ablehnte. Andererseits ist da auch noch das Sparpaket „Finanzen 2019“, welches bereits seit einiger Zeit angekündigt ist und auch nochmals 100 Millionen umfasst.

Auch mit den Gemeinden muss man neu diskutieren

Der Zuger Finanzdirektor Heinz Tännler erklärte in einem Interview mit Radio Pilatus: „Wir haben immer gesagt, dass bei einem Nein zum 40-Millionen-Sparpaket im November die Einsparungen nicht nur beim Aufwand möglich sind, sondern dass auch fiskalische Massnahmen nötig sind. Die Regierung wird über eine Steuererhöhung diskutieren.“ Zudem müssen wohl auch die Zuger Gemeinden mehr sparen als geplant. Die Regierung will nämlich den kantonalen Finanzausgleich überarbeiten.