Luzern: Zahl der Sozialfälle in Heimen steigt an

Ergänzungsleistungen reichen oft nicht aus

Senioren (Symbolbild)

In den Luzerner Alters- und Pflegeheimen steigt die Zahl der Heimbewohner, die Sozialhilfe beziehen. 2015 waren 6,9 Prozent der Bewohner auf Sozialhilfe angewiesen – 1,5 Prozent mehr als noch im Vorjahr, wie die Luzerner Zeitung berichtet. Die Sozialhilfequote ist bei Heimbewohnern damit mehr als dreimal so hoch wie in der übrigen Bevölkerung.

Ein Grund dafür sei, dass die Betreuung und Beherbergung in einem Heim immer teurer werden. Die Qualität nimmt ständig zu, sagt Roger Wicki, Präsident des Verbands der Luzerner Pflegeheime gegenüber der Luzerner Zeitung. Die bessere Qualität führe wiederum zu höheren Preisen. AHV und Rente würden oftmals nicht ausreichen. Deshalb beziehen viele Heimbewohner Ergänzungsleitungen. Doch auch diese reichen nicht immer aus.

Um der Entwicklung Gegensteuer zu geben, möchte Roger Wicki den Hebel bei den Ergänzungsleistungen ansetzen. Diese sollten schneller zum Zug kommen, damit Härtefälle vermieden werden können. Anders sieht das der Luzerner Gesundheitsdirektor Guido Graf. Er will die Heime in die Pflicht nehmen. Eine Alternative sei die Senkung der Kosten bei den Heimen.