Vernetzt: Forscher entwickeln Akku mit Brandlöscher

Samsung hat Ursache für Brände im "Galaxy Note 7"-Akku gefunden

Dass ein brennender oder gar explodierender Handy-Akku nicht nur gefährlich, sondern auch nicht gerade gut für’s Image ist, hat 2016 der südkoreanische Hersteller Samsung schmerzlich feststellen müssen. Nun scheint die Ursache für die Probleme beim «Galaxy Note 7» gefunden zu sein. Passieren soll so etwas in Zukunft nicht mehr.

Wie «Reuters» berichtet, hat Samsung die Untersuchung inzwischen abgeschlossen und will am Montag, 23. Januar 2017 die offiziellen Ergebnisse dazu bekannt geben. Wie es heisst, könne man das Problem weder auf Konstruktionsfehler der Hardware noch auf Software-Bugs zurückführen. Dafür verantwortlich war viel mehr wenig überraschend - der Akku. Am Montag will Samsung in diesem Zusammenhang auch ankündigen, wie derartige Vorfälle in Zukunft ausgeschlossen werden können. 

Forscher entwickeln Akkus mit Brandlöscher

Eine mögliche Lösung könnten Forscher der Stanford University bereithalten. Diese haben einen Feuerlösch-Mechanismus entwickelt, der verhindern soll, dass Lithium-Akkus in Stresssituationen in Brand geraten oder gar explodieren. Dazu werden im Akkupack Kapseln untergebracht, welche bei zu starker Erhitzung schmelzen. Dabei wird der Brandhemmer Triphenylphosphat freigeben. Eine Brandentwicklung könnte so zumindest gehemmt werden.

Idee ist nicht mal ganz neu

Bereits vor ein paar Jahren hatte Ronald P. Dunn von der University of Rhode Island vorgeschlagen, Brandhemmer gleich direkt im Akku zu verbauen. Bis heute scheint sich allerdings kein Hersteller wirklich für die Idee interessiert zu haben. Nun könnte sich dies doch noch ändern.

Das Galaxy Note 7 von Samsung.

Audiofiles

  1. Vernetzt: Von brennenden Handy-Akkus und Brandlöschern. Audio: Thomas Zesiger