Rückgang an chinesischen Reisegruppen

Auch Zentralschweizer Bergbahnen betroffen

Die Rotairgondeln im Skigebiet Engelberg-Titlis. Die Rigi-Bahnen sind mit dem Geschäftsjahr 2016 trotz Rückgang der Reisegruppen zufrieden. Abendstimmung Blick von Pilatus Kulm auf den Vierwaldstättersee

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  1. Deutlicher Rückgang an chinesischen Reisegruppen. Audio: Fabian Kreienbühl

Verschieden Zentralschweizer Bergbahnen haben ein schwieriges Jahr hinter sich: Es kamen deutlich weniger chinesische Reisegruppen in die Region. Davon betroffen waren beispielsweise die Rigi-, Pilatus- und Titlis-Bergbahnen.

Die drei Zentralschweizer Bergbahnen verzeichneten bei den Reisegruppen aus China allesamt einen Einbruch von ca. 20 Prozent. Hauptgründe dafür seien die erschwerten Einreisebestimmungen, die wirtschaftliche Situation in China und die Angst vor Terroranschlägen in Europa. Wie die Bergbahnen auf Anfrage von Radio-Pilatus sagten, konnte man die Einbussen aber mehrheitlich durch Einzeltouristen und Gästen aus der Schweiz kompensieren. Zukünftig mehr auf Einzeltourismus und weniger auf Gruppentourismus zu setzen, wäre aber gemäss den Bergbahnen nicht richtig. Es brauche beides, um erfolgreich zu sein. Während Einzeltouristen bei schlechtem Wetter von den Bergen fernbleiben, würden Reisegruppen trotzdem kommen. 

Bergbahnen blicken optimistisch in die Zukunft

Trotz Rückgang der Reisegruppen konnten die Bergbahnen mehrheitlich zufrieden auf das vergangene Geschäftsjahr blicken. Sowohl die Rigi- als auch die Pilatus-Bahnen erreichten fast die Zahlen des Rekordjahres 2015. Und auch die Titlis-Bergbahnen hatten im Geschäftsjahr 2015/2016 das zweitbeste Resultat der Firmengeschichte erzielt. Auch für das laufende Geschäftsjahr sind alle drei Bergbahnen zuversichtlich, dass die Touristen aus China wieder vermehrt in die Zentralschweiz kommen.