#abst17: Erleichterte Einbürgerung der dritten Generation

Die wichtigsten Informationen zur Abstimmung

Der Schweizer-Pass (Symbolbild)

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  1. Erleichterte Einbürgerung von Ausländern der dritten Generation. Audio: Matthias Strasser

Bei einer Annahme der Vorlage sollen sich Ausländerinnen und Ausländer der dritten Generation leichter einbürgern lassen können. Nach wie vor müssen sie aber verschiedene Kriterien erfüllen. Am 12. Februar stimmt das Schweizer Stimmvolk darüber ab.

In der Schweiz gibt es zwei Arten der Einbürgerung von Ausländerinnen und Ausländern. Zum einen die ordentliche Einbürgerung, welche in den meisten Fällen stattfindet, häufig mehrere Jahre dauert und für welche die Kantone zuständig sind. Zum anderen die erleichterte Einbürgerung, die nur in bestimmten Fällen möglich ist, weniger lange dauert und für welche der Bund zuständig ist. Eine erleichterte Einbürgerung kann es beispielsweise für eine ausländische Person mit Schweizer EhepartnerIn geben. Bei beiden Arten wird eine Person aber nur dann in die Schweiz eingebürgert, wenn sie festgelegte Kriterien erfüllt, wie beispielsweise das Sprechen einer unserer Landessprachen.

Was würde sich bei einer Annahme ändern?
Bei einer Annahme der Vorlage wäre die erleichterte Einbürgerung auch für junge Ausländerinnen und Ausländer der dritten Generation möglich. Dafür muss die Person verschiedene Kriterien erfüllen. Sie muss:

  • in der Schweiz geboren und nicht älter als 25 Jahre sein. Zudem muss sie mindestens fünf Jahre hier die Schule besucht und eine Niederlassungsbewilligung haben. 
  • einen Elternteil haben, der mindestens zehn Jahre in der Schweiz gelebt und mindestens fünf Jahre hier die Schule besucht hat sowie eine Niederlassungsbewilligung hat oder hatte.
  • ein Grosselternteil haben, der ein Aufenthaltsrecht in der Schweiz hat oder hatte.

Argumente der Befürworter und Gegner
Befürworter der Vorlage argumentieren damit, dass junge Ausländerinnen und Ausländer der dritten Generation in der Schweiz aufgewachsen und in der Gesellschaft bestens integriert sind. Zudem werden auch in Zukunft nur Personen eingebürgert, welche festgelegte Kriterien erfüllen. Automatische Einbürgerungen gibt es nicht. Die Gegner argumentieren damit, dass sich junge Ausländerinnen und Ausländer bereits heute ordentlich einbürgern lassen können. Eine erleichterte Einbürgerung sei nicht notwendig, die Stimmbevölkerung habe sich schon einmal gegen eine erleichterte Einbürgerung entschieden. Zudem verlierten die Kantone an Einfluss.

Sowohl das Parlament als auch der Bundesrat unterstützten die Vorlage «Erleichterte Einbürgerung der dritten Generation».