Borggeischter-Musig Roteborg 1965

Aus der Feldmusik entstand eine "sektenartige" Guuggemusig

Die Borggeischter am Fritschi-Umzug 2016 Die Borggeischter am Fritschi-Umzug 2016 Die Borggeischter am Fritschi-Umzug 2016

Die Borggeischter-Musig Roteburg wurde 1965 von ein paar skurrilen Gestalten der Feldmusik Rothenburg gegründet. Noch heute gelten die Borggeischter als legitime Nachfahren der Geister der alten roten Burg. Vor zwei Jahren feierten die Borggeischter ihr 50-jähriges Jubiläum mit dem Sujet "Cirque de Borgi".

Die 50 durchgeknallten Aktivmitglieder investieren jedes Jahr tausende von Arbeitsstunden in ein aufwändiges Sujet, einen riesigen, selbstgekleisterten Grind und einen, bei eisigen Temperaturen erbauten, kolossalen Umzugswagen. Das die Borgis als Guuggenmusig dabei nicht wie eine dieser überharmoniserten Blechkapellen daherkommt, versteht sich eigentlich von selbst: Wer je einen Borgi-Auftritt gesehen hat, weiss, dass fasnächtliche Begeisterung, viele schränzige Töne und Freudentränen einfach dazu gehören. Neben der Mitgliedschaft bei den Vereingten Guuggenmusigen Luzern seit 1971 sind die Borgis seit 1969 lückenlos an den Luzerner Umzügen.

"Sektenartige" Guuggenmusig

Chaotisch, laut, durchgeknallt, als richtige Luzerner Guuggenmusig herrlich unperfekt. Das höchste Gut ist und bleibt für die Borggeischter jedoch die Kameradschaftlichkeit und die Gemütlichkeit. Ein richtiger Borggeischt oder Borgifan bleibt man halt ein Leben lang! Von Radio Pilatus darauf angesprochen sagte der aktuelle Tambi Pascal Stouni Steiner: "Die Borgis sind keine Religion. Als Tambi wäre ich ja der Pfarrer und dafür bin ich zu wenig katholisch. Aber einer Art Sekte kämen sie nahe", meinte Stouni mit einem Schmunzeln.

Textvorlage: Webseite Borggeischter Roteborg

Audiofiles

  1. Borggeischter Rotheborg. Audio: Sämi Deubelbeiss