Fasnacht: Gefährliche Abfälle machen Sorgen

Fasnachtsorganisationen und Behörden warnen

Impressionen von den Aufräumarbeiten am Aschermittwoch Impressionen von den Aufräumarbeiten am Aschermittwoch Impressionen von den Aufräumarbeiten am Aschermittwoch Impressionen von den Aufräumarbeiten am Aschermittwoch Impressionen von den Aufräumarbeiten am Aschermittwoch

Konfetti, Kaffeebecher und Karton - all das bleibt während der Fasnacht am Boden liegen. Längst nicht alle Abfälle sind aber so harmlos. 

Jedes Jahr landen an der Luzerner Fasnacht 80 Tonnen Abfall auf den Strassen und in den Gassen der Stadt. Unter den weggeworfenen Sachen befinden sich immer wieder gefährliche Gegenstände. "Glasflaschen machen uns am meisten Sorgen", so Patrick Hauser, Präsident des Luzerner Fasnachtskomitees (LFK), gegenüber Radio Pilatus. Scherben würden immer wieder für Schnittverletzungen sorgen. "Gerade Kinder, die mit ihren Familien an der Fasnacht sind, sind besonders gefährdet."

Vernunft und Vandalismus

Gesunder Menschenverstand sei nicht nur im Fall von Glasflaschen angebracht, sondern ganz generell beim Thema Abfall an der Fasnacht, macht der Präsident der Vereinigten Guuggenmusigen, Linus Jäck, klar. Es sei halt zwar schon Fasnacht, und da könne mal etwas auf dem Boden landen. "Aber wenn ich sehe, dass es in der Nähe einen Abfallsack hat, dann kann ich meinen leeren Bierbecher, den Karton und das Wurstpapier auch gleich dort hinein schmeissen, statt einfach nur auf den Boden."

Über mehr Vernunft und Rücksicht freuen würde sich auch die Putzequippen vom Strasseninspektorat der Stadt Luzern. "Die Fasnacht ist für uns immer eine strenge Zeit", bestätigt Albert Kreienbühl, Leiter des Gebiets Stadtteil Mitte. Man halte die Stadt zwar gerne sauber. "Aber es gibt schon zu denken, wenn man ganze Abfallsäcke und -ständer aus der Reuss fischen müsse. "Das ist Vandalismus", bringt es Kreienbühl auf den Punkt. 

Luzerner Fasnacht neu ohne "Dräksak"

Die Stadt Luzern regelt die Abfallentsorgung an der Fasnacht 2017 zum ersten Mal selber (Radio Pilatus berichtete). Ab der kommenden Luzerner Fasnacht wird es keine gelben „Dräksäke“ mehr geben. Wie die Stadt Luzern im November 2016 bekannt gab, hatte man sich aus finanziellen Gründe vom bewährten "Dräksak"-Konzept verabschiedet. Mit einer selbstgeregelten Abfallsammlung- und entsorgung könne man langfristig Geld sparen.

Anzahl und Standorte der neu orange-farbigen Abfallsammelsäcke soll laut Angaben der Stadt Luzern aber in etwa gleich bleiben wie in den vorhergegangenen Jahren.

Audiofiles

  1. Abfall an der Fasnacht: Ärgernis, Gefahr und viel Aufwand. Audio: David von Moos
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