Gefährlicher Modeschmuck in Luzern

Die Behörden beschlagnahmen mehrere Schmuckstücke

Schmuck (Symbolbild)

Im Kanton Luzern sind bei Tests von Modeschmuck fast ein Viertel der Proben in Läden beschlagnahmt worden. Die Schmuckstücke enthielten zu viel Schwermetall oder gaben beim Hautkontakt solches ab. Dies kann Allergien auslösen.

Wie die kantonale Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz am Dienstag mitteilte, wurden 2016 im Detailhandel oder in Modefachgeschäften insgesamt 30 Proben untersucht. 23 Prozent wurden beanstandet. Rund sieben Prozent der Schmuckstücke gaben Nickel in Mengen ab, die eine Kontaktallergie auslösen können. 2014 traf dies noch auf zehn Prozent der Proben zu. Der Luzerner Kantonschemiker Silvio Arpagaus führt die Verbesserung auf die Sensibilisierung zurück. Die Betriebe verlangten von ihren Lieferanten Zertifikate, die die Konformität der Ware bestätigten. Teilweise führten sie auch eigene Kontrollen durch. Die beanstandeten Schmuckstücke wurden beschlagnahmt und vom Markt genommen. Die Betriebe müssen Massnahmen treffen, damit ihr Modeschmuck künftig den rechtlichen Anforderungen genügt. Die Luzerner Behörden kündigten weitere Kontrollen an.

Bis zu 10 Prozent sind allergisch auf Nickel

Die Nickelallergie zählt laut Mitteilung zu den häufigsten Allergien der westlichen Welt. In der Schweiz reagiert bis zu zehn Prozent der Bevölkerung überempfindlich auf Nickel. Dieses kann zu Hautrötungen, Schwellungen, Blasenbildungen oder Ekzemen führen, die medizinisch behandelt werden müssen. Als Auslöser für die Nickelallergie kommen viele nickelhaltige Gegenstände infrage. Modeschmuck, der mit der Haut in Berührung kommt, darf gemäss geltender Verordnung kein Nickel abgeben. Die Verordnung regelt zudem den Maximalgehalt von umweltschädlichen Schwermetallen wie Cadmium und Blei.