Auch mittelmässige Schüler haben Berufs-Erfolg

Eine neue Studie zeigt, dass 60 Prozent der besten Lehrabgänger schulisch nicht glänzen konnten

Auch schulisch weniger Begabte können beruflich glänzen

 

Auch mittelmässige und gar schlechte Schüler können es im Beruf weit bringen - dank dem dualen Bildungssystem.  Das zeigt eine neue Studie der Erziehungswissenschaftlerin Margrit Stamm.

Für ihre Studie hat Stamm die besten 200 Lehrabgänger unter die Lupe genommen, die 2014 bei der Schweizer oder der Internationalen Berufsmeisterschaft eine Medaille gewonnen hatten.  60 Prozent dieser erfolgreichen Leute hatten nur einen mittleren oder tiefen Schulabschluss. Die Berufsbildung müsse ihre Rekrutierungspraktiken überdenken, fordert nun Stamm. Fähigkeiten wie Gewissenhaftigkeit, Selbstständigkeit oder Durchhaltevermögen würden immer wichtiger. Nur wenn diese sogenannten Softskills mehr beachtet würden könne tatsächliches Potenzial entdeckt und  gefördert werden.

Um die Berufslehre in der Schweiz noch stärker zu fördern wurde in Bern die Initiative "SwissSkills" lanciert.

 

 

 

 

Audiofiles

  1. Schulisch Schwächere können beruflich glänzen. Audio: Franziska Boser