Info-Tag der Armee soll auch für Frauen zur Pflicht werden

Gleichberechtigung und mehr Rekruten

Frau in der Armee

Der Info-Tag der Schweizer Armee für angehende Rekruten soll künftig auch für Frauen obligatorisch sein. Das wünscht sich der Kommandant Heer, Daniel Baumgartner, im Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung. Es gehe dabei auch um Gleichberechtigung.

Die Schweizer Armee bietet viele Chancen. Für Daniel Baumgartner, Kommandant Heer bei der Schweizer Armee, ist deshalb klar, dass der Info-Tag für angehende Rekruten auch für Frauen obligatorisch sein sollte. Wie er im Interview mit der NZZ sagte, gehe es dabei auch um Gleichberechtigung. Auch die Frauen sollen am Info-Tag erfahren, welche Chancen die Armee zu bieten hat. Dazu wolle er nun das Gespräch mit den Kantonen suchen, in deren Verantwortungsbereich ein solches Vorhaben fällt.

Mehr Rekruten
Neben Gleichberechtigung soll dieses Obligatorium auch dazu beitragen das Rekrutierungsproblem der Armee zu entschärfen. Mit dem obligaten Info-Tag auch für Frauen könnten auch mehr Rekrutinnen gewonnen werden, ist Baumgartner überzeugt. Die Armee kämpft seit geraumer Zeit mit dem Problem von zu wenigen Rekruten. Heute würden 3'000 Rekruten aus gesundheitlichen Gründen während der RS ausgemustert, 500 gingen in den Zivildienst, so Baumgartner. Dazu kämen rund 3'000, welche gar nicht erst einrücken, sondern sich von Anfang an für den Zivildienst entscheiden. 

Viele Rekruten seien mit den Anforderungen der Armee überfordert. Hier will der Kommandant Heer ebenfalls ansetzen. Beispielsweise will er den Start der RS erleichtern, damit sich die Rekruten besser erholen können. Ausserdem soll die Fitness der Rekruten künftig vermehrt gefördert werden. Bevor die jungen Schweizerinnen und Schweizer grossen körperlichen Belastungen ausgesetzt werden, müsse deren Muskulatur gestärkt werden, so Baumgartner weiter.