Mehr Geld für Pflege von Schwerkranken Kindern

Parlament will Familien stärker entlasen

Behindertes Kind (Symbolbild)

Wer ein schwerkrankes oder schwerbehindertes Kind zuhause pflegt, soll mehr Geld erhalten. Damit sollen betroffene Familien entlastet werden. Nach dem Nationalrat hat auch der Ständerat eine entsprechende Gesetzesänderung gutgeheissen. 

Eltern, die ihr schwerbehindertes Kind pflegen, leisteten einen fast unermesslichen Beitrag an die Gesellschaft, sagte beispielsweise die Aargauer SP-Ständerätin Pascale Bruderer. Die Änderung führe zwar zu Mehrkosten. Noch teurer werde es aber, wenn Eltern die Pflegearbeit nicht mehr leisten könnten und Kinder in Heimen unterbringen müssten.

Bis zu 2350 Franken

Betroffene Familien erhalten heute monatlich zwischen 470 und 1410 Franken. Der Intensivpflegezuschlag wird nun erhöht. Je nach Pflegebedarf erhalten die Familien künftig zwischen 940 und 2350 Franken. Bei der IV führen die Änderungen des entsprechenden Gesetzes zu jährlichen Mehrkosten von rund 26 Millionen Franken. Dies sei für die Invalidenversicherung verkraftbar, sagt Sozialminister Alain Berset.