Wieso die Zuckerwatte erfunden wurde...

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Zuckerwatte in Luzern Zuckerwatte-Herstellung

Rosarot, klebrig und extrem süss – Zuckerwatte darf an keiner Chilbi fehlen. Für die Zähne der Schleckmäuler ist die Süssigkeit weniger gut. Umso erstaunlicher ist, dass hinter der beliebten Süssigkeit ausgerechnet ein Zahnarzt steckt.

Zum ersten Mal hergestellt wurde Zuckerwatte so, wie wir sie heute kennen, im Jahre 1897. Damals erfanden zwei US-Amerikaner die Maschine, die aus hartem Zucker weiche Watte macht. Die Idee von Zahnarzt William James Morrison und Konditor John Wharton ist einfach aber effektiv – und macht die beiden Männer reich.

Gesponnener Zucker

Für eine Portion Zuckerwatte werden in der Mitte der Zuckerwattemaschine ein paar Gramm Haushaltszucker erhitzt und verflüssigt. Durch die Zentrifugalkraft wird der Zucker durch ganz kleine Löcher vom Spinnkopf weggeschleudert. Auf dem Weg vom Spinnkopf kühlt der flüssige Zucker sofort ab. Die so entstandenen hauchdünnen Zuckerfäden werden dann in der Wanne mit einem Stab aufgewickelt.

Dieser watteähnlichen Konsistenz verdankt die Zuckerwatte auch ihren Namen. Durch den Zusatz von Lebensmittelfarbe und Aromastoffen lässt sich die Zuckerwatte bunt einfärben und im Geschmack variieren. Zahnarzt William James Morrison konnte übrigens gleich zwei Mal von seiner Erfindung profitieren...

Audiofiles

  1. Deshalb wurde die Zuckerwatte erfunden. Audio: David von Moos