Stadt Luzern setzt Zeichen gegen Diskriminierung

Internationaler Tag gegen Rassismus

Integration

Jedes Jahr organisiert die Stadt Luzern zum Internationalen Tag gegen Rassismus eine Öffentlichkeitsaktion. Dieses Jahr liegt der Fokus auf Menschen, welche aufgrund der vorläufigen Aufnahme in der Schweiz im Alltag diskriminiert sind.

Die Stadt Luzern hat zum Internationalen Tag gegen Rassismus vom 21. März 2017 ein klares Zeichen gegen Diskriminierung und für ein respektvolles Zusammenleben gesetzt. Zusammen mit den Volksschulen und der Pädagogischen Hochschule Luzern will sie Menschen helfen, die vorläufig in der Schweiz aufgenommen wurden. Dieser unsichere Aufenthaltsstatus wirke auf die Betroffenen diskriminierend und erschwere deren Integration, schreibt die Stadt Luzern in einer Mitteilung. Betroffen davon seien insbesondere Kinder und Jugendliche. In der Stadt Luzern leben laut den Behörden gut 600 vorläufig aufgenommene Personen, rund ein Drittel davon sind unter 20 Jahre alt. 

Integration zahlt sich aus
Heute leben in der Schweiz rund 33‘000 vorläufig aufgenommene Personen. 80 Prozent davon würden langfristig in der Schweiz bleiben, heisst es in der Mitteilung weiter. Deshalb lohne sich der Aufwand für eine bessere Integration dieser Menschen. Heute seien nur rund 30 Prozent der vorläufig aufgenommenen Personen erwerbstätig. Viele würden in Tieflohnbranchen arbeiten und ein grosser Teil sei auf wirtschaftliche Sozialhilfe angewiesen.

Als Zentrum der Kampagne der Stadt Luzern und ihrer Partnerorganisationen dient das Jugendhaus Piazza in Littau. Dort werden verschiedene Ateliers angeboten. Diese sollen Schulklassen, Jugendlichen und Erwachsenen die Möglichkeit bieten, sich mit Kinderrechten und Diskriminierungsprozessen auseinanderzusetzen. Die Ateliers werden durch das Zentrum für Menschenrechtsbildung der Pädagogischen Hochschule Luzern geführt.