Ebikon: Viel Aufwand für provisorisches Altersheim

Geplantes Provisorium liegt ausserhalb der Bauzone

Visualisierung Provisorium Alterszentrum St. Anna Visualisierung Provisorium Alterszentrum St. Anna Visualisierung Provisorium Alterszentrum St. Anna Visualisierung Provisorium Alterszentrum St. Anna

Was beim Neubau von Schulhäusern gang und gäbe ist, kommt jetzt auch für Altersheime. Ein Teil des Alterszentrums St. Anna an der Tivolistrasse in Luzern wird nach Ebikon in ein Provisorium verlegt. Dort, wo das Provisorium geplant ist, grasen heute noch Küche. 

Die Gemeinde Ebikon zählt vermutlich schon bald ein paar Einwohner mehr  vorübergehend. Auf der 17'000 Quadratmeter grossen Wiese im Gebiet «Oberschache» unweit der Bushaltestelle Unterlöchli und der Grenze zu Luzern soll in den kommenden Monaten ein provisorisches Altersheim entstehen. Das hat die private St. Anna Stiftung von Luzern im vergangenen Mai bekannt gegeben. Nun liegt das Bauprojekt in Ebikon während 30 Tagen zur Einsichtnahme auf.

Flexible Bauweise

Auf dem Areal «Oberschache» sollen an der Stadtgrenze temporär in Modulbauweise auf drei Stockwerken sechs Pflegewohn- und eine Alterswohngruppe mit insgesamt 60 Betten entstehen. Die Baukosten für das Provisorium betragen rund 13 Millionen Franken. Weil die auf Provisorien spezialisierte Baufirma das modulare Gebäude nach Ende des Gebrauchs wieder zurückkaufen und weiterverwenden will, rechnet die St. Anna Stiftung unter dem Strich mit Kosten von lediglich sieben Millionen Franken.

Das vorübergehende Alterszentrum St. Anna soll laut der gleichnamigen Stiftung voraussichtlich ab Sommer 2017 gebaut und im Frühling 2018 bezogen werden. Der genaue Zeitpunkt hängt davon ab, wann die rechtskräftige Baubewilligung für das neue Alterszentrum in der Stadt vorliegt.

Nutzung bis 2025 möglich

Rund drei Jahre soll das Provisorium in Ebikon in Betrieb sein, während am alten Standort an der Tivolistrasse in der Stadt Luzern der Neubau des Alterszentrums realisiert wird. Falls sich die Arbeiten am Neubau in der Stadt in die Länge ziehen sollten, kann das Provisorium in Ebikon bis längstens 2025 bestehen. Die Gemeinde Ebikon hat mit der St. Anna Stiftung Luzern einen entsprechenden Nutzungsvertrag unterzeichnet. Wieviel die private Stiftung der Gemeinde Ebikon für die Nutzung der Wiese bezahlt, wollten die beiden Parteien auf Anfrage von Radio Pilatus nicht bekanntgeben.

Der geplante Ersatzneubau in Luzern bietet laut der St. Anna Stiftung Raum für 50 Pflegebetten in sechs Pflegewohnungen und 18 kleinere Wohnungen für begleitetes Wohnen. Der Neubau an der Tivolistrasse kostet der Bauherrin zufolge zwischen 40 und 50 Millionen Franken.

Weitere Informationen zum Neubau des Alterszentrums St. Anna gibt es hier.

Audiofiles

  1. Ebikon: Viel Aufwand für ein provisorisches Altersheim. Audio: David von Moos